Zerstört die Trauer seine Ehe?

Der Tod seines Sohnes Jett im Jänner hat aus John Travolta einen gebrochenen Mann gemacht. Jetzt droht auch noch seine Ehe daran zu scheitern.

Er verlässt das Haus nur noch selten und meidet jeglichen Kontakt. Die Nachbarn berichten, dass John Travolta bestenfalls aus dem Haus geht, wenn er nicht schlafen kann. Er drehe dann einsame Runden mit dem Golfcaddie über sein Anwesen in Jumbolair, Florida ? vielleicht weil Sohn Jett früher so gern mit ihm darin gefahren ist. Die Wunde, die der überraschende Tod des 16-Jährigen im Jänner hinterlassen hat, will nicht heilen.

Jett starb während eines Familienurlaubs auf den Bahamas an einem epileptischen Krampfanfall ? als Folge einer Krankheit, mit der er seit der frühen Kindheit kämpfte. Seither ist Travolta nur noch ein Schatten seiner selbst. ?Für einen Moment ist er okay, im nächsten bricht er in Tränen aus?, sagt Schauspielkollege Denzel Washington. Freunde erzählen, dass die einstige Frohnatur tagelang im Bett bleibt, mit alten Filmen die Zeit totschlägt und seinen Kummer mit Burgern und Pommes runterschluckt. ?Er ist dick geworden, hat Ringe unter den Augen und starrt meist zu Boden?, erzählt einer von ihnen. ?Er ist nur noch verbittert und kann nicht verstehen, warum ihm Jett genommen wurde.?

Sie leben sich auseinander

Glücklich war Travolta einmal auch mit Kelly Preston. Die Ehe mit der heute 46-jährigen Schauspielerin galt in Hollywood als Vorzeigepartnerschaft. Auch nach 16 Jahren strahlten Travolta und seine Frau immer noch die Verliebtheit zweier Frischvermählter aus. Doch nun sieht es ganz danach aus, als würde auch dieses Glück am Tod des Sohnes zerbrechen. Während er sich in sein Schneckenhaus zurückgezogen hat, betäubt sie sich mit Arbeit ? ein Filmprojekt jagt das andere.

Travolta hingegen bevorzugt die Einsamkeit ? er hat alle öffentlichen Auftritte abgesagt. ?Kelly und John hatten mal ein sehr inniges Verhältnis. Jetzt scheinen sie einander fremd zu sein und leben sich immer weiter auseinander?, bedauert ein Bekannter der Familie. ?Kelly teilt ihren Schmerz über den Verlust des Sohnes zum Beispiel mit Freunden ? nicht mit ihrem Ehemann.?

Kehrt er Scientology den Rücken zu?

Die zunehmende Entfremdung des Paares hat auch mit ihrem Glauben zu tun: Die beiden sind bekennende Scientologen. Und was sie früher einte, das trennt sie jetzt: Kelly sucht nach wie vor Trost in ihrer Religion; John dagegen ist sauer, dass Scientology seinem Sohn nicht helfen konnte. Mehr noch: Er glaubt, dass die von Scientology zur Heilung des Kindes empfohlenen Therapien ? Vitaminpillen und Kräuterkuren ? mitschuldig an seinem Ableben gewesen sein könnten. Angeblich erwägt Travolta gar, Scientology nach 34 Jahren den Rücken zu kehren. Ein Vorhaben, das ihm allerdings den nächsten Albtraum bescheren könnte ? ist doch Scientology nicht gerade berühmt dafür, seine Schäfchen ohne weiteres gehen zu lassen, schon gar nicht die prominenten. Gerüchteweise sollen die Ober- Scientologen bereits für den Fall eines Austritts mit einer publizistischen Schlammschlacht gedroht haben. Geplant seien etwa peinliche Enthüllungen über angebliche homosexuelle Beziehungen in Travoltas Vergangenheit. Als hätte der Mann nicht ohnehin schon genug Kummer am Hals.

(seitenblicke.at/Foto: AP)

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