Zentralbahnhof: Langsam tut sich was

Symbolfoto &copy bilderbox
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Architekten diskutieren diese Woche die Nachnutzung nicht mehr benötigter Flächen auf dem Gelände von Süd- und Ostbahnhof zum Bau des neuen Zentralbahnhofs.

Durch den Verkauf der Grundstücke, auf denen ein neues Stadtviertel entstehen soll, sollen mehr als 100 Mio. Euro zur Finanzierung des Bahnhofs hereinkommen. Das Ergebnis des geladenen Expertenverfahrens wird am 19. Juli von Vertretern der Stadt und der ÖBB präsentiert.


Bereits im kommenden Jahr sollen die Flächenwidmung und die wichtigsten Bebauungsbestimmungen feststehen, sagte Norbert Steiner, Leiter der ÖBB-Bahnhofsoffensive, am Montag auf APA-Anfrage. Die Überlegungen betreffen allerdings nur das Umfeld. Die Planungen für das Bahnhofsgebäude werden noch länger auf sich warten lassen.

Baubeginn erst in fünf Jahren


Wohl erst 2009/2010 werde man den auch als „Bahnhof Wien Europa Mitte“ bezeichneten Bau in Angriff nehmen und in der Folge den alten Südbahnhof abreißen können, so Steiner: „Da werden wir noch Gelegenheit haben, in Sachen Architektur gute Konzepte zu finden.“


Vorrang haben laut dem ÖBB-Experten die Gleisbauten, also die Durchbindung von Fern- und S-Bahn-Verkehr. Um die veranschlagten 420 Mio. Euro aufbringen zu können, müssen umliegende ÖBB-Flächen Gewinn bringend verwertet werden. Das neue Aufnahmegebäude mache da nur einen kleinen Teil der Summe aus. „Wir wollen es mit Dritten bauen, es soll den Bund möglichst nichts kosten“, so Steiner.


Redaktion: Elisabeth Skoda

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