Zehntausende Demonstrieren in Sanaa

Zehntausende demonstrieren im Sanaa gegen Israels Angriffe in Gaza. Und jordanische Abgeordnete fordern Ausweisung von Israels Botschafter aus Amman.

Zehntausende Menschen haben in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gegen Israels Luftangriffe im Gazastreifen demonstriert. Sie folgten am Sonntag einem Aufruf der Regierungpartei, mehrerer Oppositionsparteien sowie anderer Organisationen und versammelten sich in einem Sportstadion und dessen Umgebung, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Demonstranten hielten ein Spruchband hoch, das die Untätigkeit der arabischen Welt gegenüber der israelischen Bombardements auf Standorte der Hamas anprangerte. “Wie lange wird die Stille andauern – Araber, wacht auf!”, war darauf zu lesen.

Der jemenitische Staatschef Ali Abdallah Saleh forderte in den Medien des Landes einen Sondergipfel der arabischen Staaten zum Konflikt im Nahen Osten. Daran sollten auch Vertreter der Hamas sowie der mit ihr rivalisierenden Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas teilnehmen und sich wieder versöhnen, sagte er. Die Mitglieder der Arabischen Liga wollen sich am Mittwoch in einer Sondersitzung mit der Gewalt zwischen der Hamas und Israel befassen.

Diplomatischer Streit in Jordanien

In der jordanischen Hauptstadt Amman forderten am Sonntag 30 Abgeordnete die Ausweisung des israelischen Botschafters. Sie unterzeichneten ein Memorandum, in dem sie die israelischen Bombardements im Gazastreifen mit bisher mehr als 270 Todesopfern scharf verurteilten. Im Laufe des Tages würden sich wahrscheinlich noch andere Parlamentarier dem Aufruf anschließen, sagte Mitinitiator Bassam Haddain der Nachrichtenagentur AFP. “Die politische Stimmung in Jordanien ist gegen die arrogante Politik Israels eingestellt”, fügte er hinzu. Jordanien hatte 1994 offiziell Frieden mit Israel geschlossen.

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