Zehntausende binnen Tagen vor Kämpfen im Irak geflohen

Mehr als 114.000 Menschen sind in den vergangenen zwei Wochen vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der irakischen Provinz Anbar geflohen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) vom Dienstag halten sich noch immer rund 8.000 der Flüchtlinge, die vor den Kämpfen bei Ramadi flohen, in der Provinz auf.


Etwa 54.000 seien nach Bagdad ausgewichen, die übrigen vor allem in den irakischen Teil Kurdistans. Laut UNHCR ist die Lage tausender irakischer Binnenflüchtlinge beunruhigend. Insgesamt seien in dem Land seit Anfang 2014 mindestens 2,7 Millionen Menschen auf der Flucht.

Viele Flüchtlinge, die Anbar auf ihrer Flucht passierten, fänden auf ihrem Weg kein Obdach, sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards. Versorgungsknappheit, Kontrollen, Einreisebestimmungen und Sicherheitsmaßnahmen erschwerten ihre Reise erheblich. Es gebe Flüchtlinge, die “kilometerweit ohne Wasser, ohne Nahrung marschieren”, sagte der Sprecher.

Die IS-Miliz hatte im Juni vergangenen Jahres nördlich und westlich von Bagdad eine Offensive gestartet. Die Regierungstruppen kämpfen seit Monaten gegen die Miliz, die trotz militärischer Erfolge der Regierungsseite weiterhin den größten Teil Ramadis sowie die Stadt Falluja kontrolliert.

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