Zehn Tote bei Anschlag auf schiitische Moschee in Pakistan

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee im Südwesten Pakistans sind am Donnerstag mindestens zehn Menschen getötet worden. Zwölf weitere Gläubige seien verletzt worden, als sich ein Attentäter in der Moschee der Stadt Chalgari in der Provinz Baluchistan in die Luft sprengte, wie der Innenminister der Provinz sagte. Unter den Toten seien sechs Kinder.


Die schiitische Minderheit, die rund 20 Prozent der pakistanischen Bevölkerung ausmacht, ist seit Jahren Opfer von Angriffen radikaler sunnitischer Islamisten. Besonders von der konfessionellen Gewalt betroffen ist die unruhige Provinz Baluchistan. Die Gläubigen in Chalgari waren anlässlich des schiitischen Trauermonats Muharram versammelt, in dem an den Tod von Imam Hussein in der Schlacht von Kerbala im Jahr 680 erinnert wird. Radikale Sunniten lehnen öffentliche Trauerfeiern für den Prophetenenkel ab.

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