Zahlreiche Menschenrechtsverletzungen in Ägypten

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär im Juli 2013 werden in Ägypten die Menschenrechte stärker denn je missachtet. Dies beklagen lokale und internationale Menschenrechtsorganisationen.


Angeprangert wird die massenhafte Inhaftierung von Regimekritikern. Bis zu 40.000 Menschen sind laut Menschenrechtsorganisationen aus politischen Gründen inhaftiert. Viele werden misshandelt, des Öfteren sterben Häftlinge unter Folter. Gerichtsverfahren fußen auf fragwürdigen Anklagen, die Verteidigungsmöglichkeiten der Angeklagten ist beschnitten. Massenhafte Todesurteile in politischen Prozessen sind häufig.

Opfer sind vor allem Islamisten, überwiegend Mitglieder der verbotenen Muslimbruderschaft. Aber auch linke und liberale Kritiker der bestehenden Ordnung geraten in die Maschinerie des Sicherheitsapparats und der Justiz.

Darüber hinaus sind die politischen Rechte der Bürger stark eingeschränkt. Demonstrationen sind praktisch verboten, und gegen unbewaffnete Demonstranten können Schusswaffen eingesetzt werden. Das Streikrecht ist aufgehoben, Wahlen sind nicht wirklich frei.

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