Zahlreiche Absagen aus allen Lagern für Stronach

Eine Kandidatur der ehemaligen steirischen Landeshauptfrau Klasnic für Frank Stronach steht nicht zur Debatte. Entsprechende mediale Spekulationen wies ein Sprecher Klasnics zurück. Ebenfalls kein Interesse an Stronachs politischem Projekt hat der parteilosen Europaabgeordneten Ehrenhauser. Ausgeschlossen hatte einen Wechsel auch schon der stellvertretende BZÖ-Klubobmann Westenthaler.
Wer läuft zu Stronach über?


Klasnic sei nicht gefragt worden, stehe für eine Kandidatur auch nicht zur Verfügung, sagte deren Sprecher am Donnerstag gegenüber der APA. Ehrenhauser sagte gegenüber der APA, Stronachs Projekt sei für ihn “sicher nicht von Interesse”. Stronach verfolge als Unternehmer und Milliardär auch Partikularinteressen. Dies widerspreche einer am Gemeinwohl orientierten Politik, so Ehrenhauser.

Westenthaler, der bereits für Stronachs Firma Magna gearbeitet hatte, hatte bereits am Mittwoch zu den “falschen Spekulationen” erklärt, er sei mit Stronach “seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden” und habe “großen Respekt vor seinen Leistungen und Verdiensten”. Er habe aber “schon mehrmals betont, dass ich nicht für eine neue Partei kandidieren werde, da meine Lebensplanung dies nicht vorsieht.”

Kritik an Stronach übten am Donnerstag FPÖ-Chef Strache und Oberösterreichs SPÖ-Landesparteichef Ackerl. Sie stoßen sich daran, dass Stronach angeblich seine Steuern großteils in der Schweiz zahlt, wo er auch (in der Stadt Zug) seinen Wohnsitz hat.

ÖVP-Chef Spindelegger zeigt sich von den Abwerbe-Versuchen Stronachs betont unbeeindruckt. Stronach habe es “bei vielen probiert” und sich dabei Absagen geholt, sagte Spindelegger. Er könne aber nicht ausschließen, dass der eine oder andere frustrierte Funktionär zum Milliardär wechselt.

Stronachs Forderung nach einem Ausstieg aus dem Euro bezeichnete der ÖVP-Chef als “geradezu lächerlich”. Kritisch sieht er auch die Methode Stronachs, Menschen mit Geld zu ködern. Auch Oberösterreichs Landeshauptmann Pühringer findet es “nicht umproblematisch, wenn man sich mit Geld eine Partei hält”.

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