Zahl der Strafanzeigen um fünf Prozent gestiegen

Diebstahl von Geldbörsen nahm zu
Diebstahl von Geldbörsen nahm zu ©APA (Archiv/Pfarrhofer)
347.140 Strafdelikte hat die Polizei in den ersten sieben Monaten des Jahres 2009 bisher angezeigt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet das ein Plus von 17.568 Fällen bzw. ein Plus von 5,3 Prozent. Gestiegen sind laut Bundeskriminalamt auch die Zahl der geklärten Fälle (plus 7,7 Prozent) und die Aufklärungsquote (plus knapp ein Prozent).

Dazu ist aber relativierend zu sagen, dass in Wien im Mai ein großer Fall von Internetbetrug mit rund 6.100 Fakten und einer Schadenssumme von rund 370.000 Euro aufgedeckt wurde, der die Aufklärungsquote deutlich nach oben treibt. Rechnet man den Fall heraus, ist der Anteil der aufgeklärten Fälle bundesweit leicht, in Wien sogar deutlich zurückgegangen.

Um den großen Fall bereinigt, gäbe es österreichweit noch immer ein Plus von knapp 3,5 Prozent bei den Anzeigen. Die Zahl der geklärten Fälle wäre noch immer um 3.606 gestiegen, das wäre ein Plus von knapp 2,9 Prozent. Die Aufklärungsquote wäre aber bereinigt um das Internetdelikt um mehr als einen Prozentpunkt gesunken und läge dann bei etwa 38,15 Prozent.

Neben dem Fall von Internetbetrug sind der Diebstahl von Geldbörsen (plus 3.000 Delikte) sowie die Fälschung und Weitergabe von gefälschten Banknoten (plus 1.600 Delikte) laut Bundeskriminalamt hauptverantwortlich für den Anstieg der Anzeigen.

Der stärkste Rückgang der Kriminalität war im Bundesland Tirol (minus 3,0 Prozent) zu verzeichnen, der stärkste Zuwachs in Wien (12,2 Prozent). Auch hier würde die bereinigte Rechnung noch immer eine Zunahme um 8.950 Delikte bei den Anzeigen oder rund 7,3 Prozent bedeuten. Die Aufklärungsquote in der Bundeshauptstadt wäre statt dem ausgewiesenen Anstieg um knapp 1,7 Prozentpunkte bereinigt um beinahe 1,6 Prozentpunkte gefallen, rechnet man das eine große Internetdelikt heraus.

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