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Zahl der Kriege 2003 weltweit gesunken

Im Vergleich zu 2002 hat sich die Zahl der Kriege im Jahr 2003 von weltweit 47 auf 41 reduziert. Das geht aus einer Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung hervor.

Sieben kriegerische Konflikte wurden beendet, ein neuer kam allerdings hinzu. Der Großteil der Konflikte wurde nicht durch Verhandlungen gelöst, sondern wurde ausschließlich mit militärischen Mitteln beendet.

Nach über 40 Jahren ging am afrikanischen Kontinent der Krieg in Angola zu Ende. Aus Ruanda und Sierra Leone wurden keine neuen Kampfhandlungen mehr gemeldet. Gleiches gilt laut AKUF für Madagaskar und die pakistanische Provinz Sind. Auch die religiös motivierten Unruhen in Nigeria wurden nach Angaben der Verfasser der Studie eingestellt. Neue Kämpfe gab es in Nigeria hingegen im ölreichen Niger-Delta.

Drei Viertel aller Kriege fanden 2003 in Asien sowie in Afrika statt, mit 16 bzw. 14 Schauplätzen sind diese Weltregionen besonders betroffen. In Lateinamerika (Kolumbien) und Europa (Mazedonien) wurde in zwei bzw. einem Konflikt gekämpft. Lediglich aus Australien und Nordamerika wurden im vergangenen Jahr keine Kampfhandlungen gemeldet.

Damit prolongiert sich der Trend, demzufolge über 90 Prozent aller Kriege seit 1945 in der so genannten Dritten Welt stattgefunden haben. Dominierend sind mittlerweile seit Jahrzehnten innerstaatliche Konflikte, die sich um die Macht im Staat sowie um Sezessionsbestrebungen drehen. Zwischenstaatliche Konflikte wie jener der USA mit ihren Verbündeten gegen den Irak oder der Kaschmir-Konflikt zwischen Pakistan und Indien sind die Ausnahme.

Die Hamburger AKUF-Wissenschaftler gehen in ihrer neuesten Studie davon aus, dass innerhalb des Jahres 2003 bei diesen Konflikten weltweit über fünf Millionen Menschen getötet wurden, die meisten von ihnen sind allerdings nicht in den Reihen der Militärs, sondern bei den Zivilisten zu finden. Über die Zahl der Verwundeten, Vertriebenen und Flüchtlinge könnten nur Mutmaßungen angestellt werden, so AKUF. Sie sei jedenfalls um ein Vielfaches höher als jene der Toten.

Die Hamburger Forschungsstelle AKUF führt eine Statistik über alle Kriege seit 1945. Seinen dramatischen Höhepunkt erreichte das weltweite Kriegsgeschehen 1992 mit über 60 Kriegen bzw. bewaffnten Konflikten. Im Jahr 2003 ist die ermittelte Zahl mit 41 die geringste seit Beginn der Statistik.

( S E R V I C E : AKUF 2004: Das Kriegsgeschehen 2003. Daten und Tendenzen der Kriege und bewaffneten Konflikte. Herausgegeben von Wilhelm Nolte und Wolfgang Schreiber. Opladen: Leske und Budrich. Erscheint im Frühjahr 2004. – Internet: http://www.akuf.de )

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