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WWF über Zuwachs bei Seeadler-Population erfreut

Die Population des einst ausgestorbenen Wappentiers wächst kontinuierlich.
Die Population des einst ausgestorbenen Wappentiers wächst kontinuierlich. ©APA/dpa/Frank Molter
Der Seeadler-Bestand in Österreich wächst kontinuierlich: Laut WWF brüteten heuer 35 Adlerpaare und brachten 33 Jungvögel zum Ausfliegen.

Der vor 20 Jahren in Österreich als ausgestorben geltende Seeadler wird wieder heimisch. Laut der Naturschutzorganisation WWF Österreich brüteten heuer 35 Adlerpaare und brachten insgesamt 33 Jungvögel zum Ausfliegen.

Zu den wichtigsten Brutgebieten zählen Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark. Auch Oberösterreich beheimatet wieder Adlerpaare.

Erfolgreiche Seeadler-Brutsaison: 33 Jungvögel flogen heuer aus

Besonders wohl fühlen sich die Greifvögel in gewässerreichen Tieflandregionen. "Intakte und ruhige Naturlandschaften bieten die besten Voraussetzung für den scheuen Seeadler. Dort findet er Fische und Wasservögel für den Nahrungserwerb sowie mächtige Horstbäume in abgeschiedenen Waldbereichen für die Brut", erklärte WWF-Greifvogelexperte Christian Pichler in einer Aussendung. Die ausgeflogenen Jungvögel haben die Horstumgebung großteils bereits verlassen. Im Alter von vier bis fünf Jahren kehren sie meist wieder in die Nähe des elterlichen Horstes zurück, um selbst zu brüten.

Um Bedrohungsfaktoren für die Seeadler identifizieren und länderübergreifende Schutzmaßnahmen verbessern zu können, besendert der WWF alljährlich Jungadler. In Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Donau-Auen und der Esterhazy Betriebe GmbH wurden heuer acht Tiere mit federleichten Telemetrie-Rucksäcken ausgestattet. Diese liefern wertvolle Daten über Streifgebiete, Paarungsverhalten, Rast- und Überwinterungsplätze. Auch Tennis-Star Dominic Thiem half im Mai bei der Besenderung von zwei Jungtieren mit.

Vögel durch illegale Abschüsse und Vergiftungen bedroht

Die größte Gefahr für den Bestand stellen laut WWF illegale Abschüsse und Vergiftungen dar. Außerdem werden Kollisionen mit Windkraftanlagen vermehrt zum Problem. "An der konsequenten Weiterführung der Schutzmaßnahmen in Österreich und unseren Nachbarstaaten führt kein Weg vorbei, wenn wir ein Kapitel Naturschutzgeschichte erfolgreich schreiben wollen", sagte Pichler.

(APA/Red)

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