WWF sieht Donau-Auen gefährdet

Die Umweltorganisation WWF sieht die Donau-Auen durch das geplante flussbauliche Gesamtprojekt Österreichs gefährdet. Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka (V) weist die Vorwürfe zurück.

Genau das Gegenteil sei der Fall. Durch die notwendigen Maßnahmen werde besonders im Bereich des Nationalparks die fortschreitenden Eintiefung der Donausohle gestoppt und die damit verbundene drohende Austrocknung der Donauauen verhindert.

Kukacka verwies in einer Aussendung gleichzeitig auf den Beschluss im Lenkungsausschuss im April dieses Jahres, in dem ein Konsens zwischen den Experten von Ökologie, Schifffahrt und Wasserbau auf die wichtigsten Planungsgrundsätze erzielt und unterschrieben wurde. Rund die Hälfte der Investitionen in das flussbauliche Gesamtprojekt von rund 170 Millionen Euro würden in ökologische Maßnahmen fließen – u.a. in die Auflösung des engen Steinkorsetts der Uferverbauungen aus der Jahrhundertwende.

Kukacka betonte weiters, dass die angestrebte Fahrwassertiefe von 2,80 Metern „ein Mindestmaß zur Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse östlich von Wien“ darstelle. Damit werde auch den Wünschen der Ökologie Rechnung getragen. Von einem negativen Ausbaudruck auf andere Donaustaaten zu sprechen, wie es WWF-Experte Ulrich Eichelmann am Mittwoch getan hatte, sei anhand der geplanten Maßnahmen nicht nachvollziehbar, so der Staatssekretär. Es handle sich vielmehr um ein innovatives und vorbildliches europäisches Leitprojekt, dass eine Win-Win Situation für Ökologie und Schifffahrt darstelle und deshalb das als Vorbild ähnlicher Vorhaben gelten könne.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • WWF sieht Donau-Auen gefährdet
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen