Wulff zu Staatsbesuch in der Schweiz

Der deutsche Präsident Christian Wulff ist zu seinem zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz eingetroffen. Gemeinsam mit seiner Frau Bettina wurde er in Zürich von der Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard, der Schweizer Bundeskanzlerin Corina Casanova und dem Zürcher Regierungsratspräsidenten Hans Hollenstein in Empfang genommen, wie Evelyn Kobelt, Sprecherin des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD), bestätigte.
Bundespräsident Wulff in der Schweiz

In einem Sonderzug, wo ein Mittagessen serviert wird, fahren die Delegationen aus der Schweiz und Deutschland anschließend nach Bern. Im Verlauf des Nachmittags wird Wulff auf dem Bundesplatz in Anwesenheit des Gesamtbundesrats traditionsgemäß mit militärischen Ehren empfangen. Danach stehen Gespräche mit der Regierung und Wirtschaftsvertretern auf dem Programm. Am Donnerstag besucht Wulff Lausanne.

Mit Wulff ist erstmals seit zehn Jahren wieder ein deutsches Staatsoberhaupt auf Staatsbesuch in der Schweiz. Der Besuch dient vor allem der Pflege der nachbarschaftlichen Beziehungen. Während in Deutschland die Bundeskanzlerin die Regierungsgeschäfte führt, stehen dem Bundespräsidenten vor allem repräsentative Aufgaben zu.

Für den im Juni gewählten CDU-Politiker Wulff ist es der erste Staatsbesuch in seiner noch kurzen Amtszeit. Er übernahm damit einen Termin, der bereits mit seinem Vorgänger Horst Köhler vereinbart worden war. Zuletzt war der deutsche Bundespräsident Johannes Rau im Jahr 2000 zu einem Staatsbesuch in der Schweiz gewesen. Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz waren in den vergangenen Monaten durch das Auftauchen von CDs mit Daten deutscher Steuerflüchtlinge bei Schweizer Banken auf die Probe gestellt worden.

In der Schweiz werden ein- bis zweimal im Jahr Staatschefs zu Staatsbesuchen empfangen. Zuletzt war dies im vergangenen September der russische Präsident Dmitri Medwedew.

  • VIENNA.AT
  • Politik
  • Wulff zu Staatsbesuch in der Schweiz
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen