Wulff ist alarmiert wegen Irans Atomprogramm

Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff hat sich besorgt über das iranische Atomprogramm gezeigt. Deutschland teile die Sorge, "dass es zu einem nuklearen Wettlauf im Nahen und Mittleren Osten kommt, wenn wir hier nicht rechtzeitig Einhalt gebieten", sagte Wulff am Dienstag in seiner Rede vor dem türkischen Parlament in Ankara. Die Zweifel am ausschließlich friedlichen Charakter des dortigen Nuklearprogramms bestünden fort.

Wulff unterstrich vor den Abgeordneten, Deutschland arbeite intensiv mit seinen Partnern an einer diplomatischen Lösung. Zugleich sei es aber am Iran, jetzt Bewegung zu zeigen. Die Iran-Resolution des UN-Sicherheitsrats sehe zu Recht verschärfte Sanktionen vor, solange das Land die Forderungen der internationalen Gemeinschaft nicht erfülle. Das Dialogangebot an den Iran liege nach wie vor auf dem Tisch.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Der Staat bestreitet dies und erklärt, die Atomenergie nur zur Stromerzeugung zu nutzen. Allerdings verweigert die Regierung in Teheran UN-Kontrolleuren ungehinderten Zutritt zu seinen Atomanlagen. Deswegen wurden die Sanktionen gegen das Land in den vergangenen Monaten verschärft.

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