"Wuff": "Rottweiler wurden mannscharf abgerichtet"

Jene Rottweiler, die die 78-jährige Frau zerfleischt haben, wurden laut Hundemagazin "Wuff" "mannscharf" abgerichtet und schlecht gehalten.
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Die Rottweiler, die am Donnerstagabend in Lassee (Bezirk Gänserndorf) eine 78 Jahre alte Frau totgebissen haben, sollen durch Zivilschutz “mannscharf” abgerichtet gewesen sein, einer nicht beim Österreichischen Kynologenverband registrierten Zucht entstammen und zudem schlecht gehalten gewesen sein. Das hat das Hundemagazin “Wuff” am Freitag “vorliegenden Informationen aus Hundekreisen zufolge” in einer Stellungnahme mitgeteilt.

Derartige Attacken seien weder durch Rasselisten noch durch den Hundeführschein zu verhindern, hieß es in einer Aussendung weiter. Selbst das neue NÖ Hundehaltegesetz habe den Unfall nicht verhindern können, der, wie auch jener im Bezirk Horn am 13. November 2009, im privaten und familiären Umfeld passiert sei. “Wuff” trete vielmehr dafür ein, “die wirklichen Ursachen” anzugehen: “Verbot von dubiosem Hundehandel, Verbot des Scharfmachens von Hunden für Zivilpersonen, die Überprüfung von Haltungsbedingungen sowie die Kontrolle der bereits bestehenden Chippflicht für alle Hunde in Österreich.”

Volksbefragung soll mit “Nein” beantwortet werden

Ein Hundeführschein für willkürlich ausgewählte Rassen und Rasselisten vermittle der Bevölkerung jedenfalls eine falsche Sicherheit, so das Magazin. Daher müsse übrigens auch die Volksbefragung in Wien “mit Nein beantwortet werden”.

Zum aktuellen Unfall in Lassee zeigte sich “Wuff” außerdem verwundert, dass die Leiche der 78-Jährigen zur Beerdigung freigegeben worden sei und die Hunde bereits eingeschläfert seien. Es stelle sich die Frage, warum das Opfer nicht obduziert werde, zumal es vielfältige Gründe für diesen Unfall geben könnte. Das Magazin in seiner Stellungnahme: “Beispielsweise könnte die 78-jährige Frau primär einem Herzinfarkt erlegen sein, und die Hunde dann erst die tote Frau angefallen haben, wie bereits mehrfach geschehen und aus Unfallberichten aus Frankreich und Großbritannien bekannt ist.” Die tatsächliche Todesursache sei jedenfalls zu klären. Auch die Rottweiler müssten obduziert werden.

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