Wombat's auf Erfolgskurs

Bild: Wombat's
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Österreichische Hostelkette "Wombat’s" setzt Expansionkurs fort. 2008 wird in Berlin die bisher größte "Wombat's" Jugendherberge eröffnet.

Die Unternehmer Sascha Böck und Marcus Praschinger, die vor acht Jahren ihr erstes Haus in der Nähe des Wiener Westbahnhofs eröffnet haben, betreiben mittlerweile drei „Herbergen“ in Österreich und Deutschland. Im kommenden Jahr soll die Hostelkette um ein weiteres Haus in Deutschland wachsen.

Das neue Hostel wird zurzeit in Berlin errichtet und soll im Februar 2008 seine Pforten öffnen. Mit 346 Betten ist das Haus am Alexanderplatz das größte, das bis jetzt gebaut wurde. Das architektonische Highlight des Hauses in Berlin wird eine SkyBar sein, von der aus die Touristen über die Stadt blicken können. Co-Geschäftsführer Marcus Praschinger beziffert die Errichtungskosten des Hostels mit sieben Mio. Euro. Er hält aber fest, dass die Unternehmer für die Kosten nicht selbst aufkommen, sondern Miete für das Objekt bezahlen.

Nicht nur im Ausland, sondern auch in Wien möchte die Hostelkette wachsen. Im Frühjahr 2009 wird in der Nähe des Naschmarkts ein Haus mit 440 Betten eröffnet, welches zugleich das neue Aushängeschild des Unternehmens werden soll. „Für uns ist es wichtig, dass wir einen zentralen Standort haben,“ betont Praschinger. Bevor es allerdings soweit ist, muss das bestehende Gebäude im Inneren „massiv“ umgebaut und von zwei auf fünf Etagen aufgestockt werden.

Weitere Expansionsschritte sind in naher Zukunft nicht geplant, sagt Praschinger. Der Unternehmer betont aber, dass die Errichtung eines „Wombat’s“-Hostel in Prag „ein großes Ziel“ ist. Es seien auch Eröffnungen in London oder Paris angedacht, allerdings seien dies „sehr schwierige Ziele, da das Produkt klar definiert ist,“ so Praschinger. Der Unternehmer erklärt, dass erst dann an Expansion gedacht werden kann, wenn in den jeweiligen Städten Standorte in Zentrumsnähe zu einem vernünftigen Preis gefunden sind.

Für 2007 erwartet Praschinger, dass es ein „sehr gutes Jahr“ wird. Bis zum Jahresende sollen die Nächtigungszahlen um 15 Prozent gesteigert werden. Auch der Umsatz wird nach Angaben Praschingers im selben Ausmaß wachsen und beträgt dann rund 5,5 Mio. Euro. Im Schnitt verzeichnet die Hostelkette eine insgesamte Auslastung von 80 Prozent pro Jahr.
Auf die Hostel-Idee sind Böck und Praschinger bei einem Urlaub in Australien gestoßen. Dort haben sie zum ersten Mal eine Unterkunft für junge Menschen gesehen, die Qualität, Design und preiswertes Schlafen miteinander verbindet. 1999 wurde das erste Hostel, dessen Namensgeber ein australisches Beuteltier ist, in Wien eröffnet.

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