Wolfgang Ambros feiert sein 40. Bühnen-Jubiläum in der Wiener Arena

Wolfgang Ambros wird für sein 40. Bühnenjubiläum in die Wiener Arena zurückkehren.
Wolfgang Ambros wird für sein 40. Bühnenjubiläum in die Wiener Arena zurückkehren. ©APA
An zwei Tagen wird Austropop-Pionier Wolfgang Ambros ihr 40. Bühnenjubiläum mit Open-Air-Konzerten in der Wiener Arena zelebrieren – wo er schon vor 35 Jahren spielte.

Das 40-jährige Bühnenjubiläum führt Wolfgang Ambros zurück in die Wiener Arena, wo er am Freitag ein bereits ausverkauftes Open Air spielen wird. Für den zweiten Auftritt am Samstag gibt es noch einige Karten. “Wir spielen ein Best-Of-Programm, mit dem, was uns am besten gefällt”, kündigt der 59-Jährige an. So gibt es zum Beispiel statt “Da Hofa” den nicht so bekannten Song “Wo is da Peppi?” auf der Setlist. Sorgen muss man sich keine machen, denn Wolfgang Ambros und Band haben die Show schon dreimal getestet: “Es wird nicht fad, auch wenn man ein Lied jetzt mal nicht kennt. Die Leute waren begeistert.”

Die Wiener Arena ist für Wolfgang Ambros, der am 19. März 1952 als Lehrersohn in Pressbaum bei Wien das Licht der Welt erblickte, dabei ein historischer Boden, denn erstmals spielte er da auf Betreiben von Georg Danzer 1976 bei der Besetzung des ehemaligen Auslands-Schlachthofs St. Marx. “Er hat mich damals angerufen, ob ich ihnen nicht helfen kann, denn sie brauchten bekannte Namen. Das hat schon mit bewirkt, dass die Verantwortlichen umgedacht haben. Ich war damals bereits etabliert und das brachte schon mehr Druck. Natürlich habe ich nicht die Arena gerettet, aber ich war ein Teil davon”, erinnert sich Wolfgang Ambros an die wilden Zeiten zurück. Fünf Jahre danach gab es auf dem Areal das erste Open Air und auch dieses spielte damals der “Wolferl“.

3.000 Mal Wolfgang Ambros live

Am Freitag wird es auch eine Art Premiere geben, wenn Wolfgang Ambros nach 30 Jahren wieder an besagtem Ort spielen wird, denn die Songs wurden zum Teil lange nicht live gehört. Statt einfach alle großen Hits zu spielen, hatten Wolfgang Ambros und seine Band “No. 1 vom Wienerwald” diesmal nämlich andere Kriterien: “Wichtig war mir, um ehrlich zu sein, dass es uns selber Spaß macht, dass wir wieder gefordert sind und jeder von der Band wieder einen Haufen neues Zeug lernen muss. Das ist gut für das Gehirn und motiviert und macht mehr Freude, als das was wir die letzten sechs, sieben Jahre gemacht haben. Zum Schluss haben wir das nur noch runter gedroschen, weil es einfach nur noch fad war.” Die Zahl seiner gesamten bisherigen Auftritte ist dabei ziemlich rekordverdächtig: “Ich habe mir das ausgerechnet und ungefähr 3.000 Auftritte hinter mir.”

Bald soll es auch ein neues Album geben, verrät Wolfgang Ambros: “Ich habe schon vor, wieder ein neues Album zu machen nächstes Jahr, denn wenn der 60er ansteht ist es schon mal wieder an der Zeit, dass man sich äußert.” Er sieht sich aber nicht unter Druck, denn “ich selbst kann in Ruhe abwarten und mir etwas überlegen”. Von der Musikindustrie der Gegenwart ist er nicht gerade begeistert, heute ginge es nur noch um Shakiras und Rihannas während nationale Musiker von den Majors stiefmütterlich behandelt werden. “Sie können reden mit wem sie wollen”, so Wolfgang Ambros und es sei daher nicht verwunderlich, wenn man zu kleinen Independent-Labels ginge, wo man noch was zählt.

Wolfgang Ambros bereut nichts

Wenn Wolfgang Ambros auf seine 40-Jährige Karriere zurückblickt, die 1971 mit dem “Hofa” begonnen hat, sieht er nichts, was er zu bereuen hätte: “Ich stehe zu allem, was ich je in meiner Karriere getan habe. Es gibt Lieder, die sich nicht eignen, live gespielt zu werden, aber ich habe trotzdem ein Repertoire von mehr 400 Liedern.” Ende September geht die Jubiläumstour “40 Jahre Ambros & Band” dann mit zahlreichen Auftritten in Deutschland und Österreich weiter.

Karten für den Auftritt am 18. Juni sind noch an den Vorverkaufstellen und an der Abendkassa der Wiener Arena erhältlich.

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