Wohnimmobilien in Wien sind laut Nationalbank zu teuer

Laut Angaben der Nationalbank sind Wohnimmobilien in Wien zu teuer.
Laut Angaben der Nationalbank sind Wohnimmobilien in Wien zu teuer. ©APA (Symbolbild)
Am österreichischen Immobilienmarkt gibt es derzeit zwei gegenläufige Entwicklungen: Einerseits lässt der Preisanstieg nach, andererseits werden Wohnimmobilien in Wien laut Angaben der Nationalbank (OeNB) überbewertet und entsprechend zu teuer verkauft.
Preise sind gestiegen
Leerstandsmelder für Wien

Die einzelnen Teilmärkte in Wien zeigen mit Ausnahme der Baugrundstücke rückläufige Preissteigerungsraten. Der Preisauftrieb im größten erfassten Segment – den gebrauchten Eigentumswohnungen – nimmt zwar ab, blieb mit +7,5 % (im Jahresabstand) im zweiten Quartal jedoch noch stark (1. Quartal 2014: +10,8 %). Die Preise für neue Eigentumswohnungen entwickelten sich hingegen leicht rückläufig. Einfamilienhäuser haben die bei Eigentumswohnungen sichtbaren starken Preisanstiege nicht mitgemacht. Seit Jahresbeginn 2014 sind die Preise spürbar gefallen (1. Quartal: 4,9 %; Q2: -5,6 %). Einen steigenden Trend zeigten hingegen die Preise für Baugrundstücke. Diese stiegen im zweiten Quartal 2014 um 17,0 % gegenüber dem Vorjahr.

Wien gibt Entwicklung am Markt vor

Die jüngsten Preisentwicklungen auf den Teilmärkten in den Bundesländern zeigen deutliche Parallelen zur Wiener Entwicklung. Der Preisauftrieb bei gebrauchten Eigentumswohnungen hat sich stabilisiert. Neue Eigentumswohnungen sinken mittlerweile spürbar im Preis. Im vorherrschenden Segment, den Einfamilienhäusern, beginnen die Preise hingegen wieder anzuziehen. Die Preise für Baugrundstücke stiegen wie in Wien kräftig.

Immobilien in der Hauptstadt zu teuer

Der Fundamentalpreisindikator der OeNB für Wohnimmobilien zeigt für Wien eine anhaltende Überbewertung. Diese erreichte im zweiten Quartal 2014 23 % (nach 22 % im ersten Quartal 2014 und 21 % im vierten Quartal 2013). Der Anstieg der Preise war zwar schwächer als in den Vorquartalen, übertraf aber trotzdem jenen der Fundamentalfaktoren (wie z.B. Haushaltseinkommen u. Konsumentenpreise). Für Gesamtösterreich zeigt der Indikator eine weitgehende Übereinstimmung der Preise mit den Fundamentalfaktoren. Die Veränderung seit der ersten Veröffentlichung im Jänner 2014, in der für das vierte Quartal 2013 eine Unterbewertung von 8 % ausgewiesen wurde, ist neben den seither erfolgten Preisanstiegen auch auf eine methodische Revision (Anpassung des regionalen Gewichtungsschemas) zurückzuführen.

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