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Wohnen in den Sofiensälen

Sofiensäle &copy APA
Sofiensäle &copy APA
Die Stadt Wien empfiehlt für die Sofiensäle eine Zukunft als Wohngebäude. Teile der abgebrannten einstigen Veranstaltungs-„Location“ könnten auch als Senioren- oder Wohnheim genutzt werden.

Das ist das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs, an dem fünf Architekten teilgenommen haben. Deren Projekte sind Grundlage für den Flächenwidmungsbeschluss im kommenden Jahr. Ob der Eigentümer – die Sofiensäle AG – die Empfehlungen umsetzen wird, ist jedoch offen.

Fünf Architekten mit Ideen für mögliche Neugestaltung

„Wir haben in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt eine Ideenfindung stattfinden lassen“, betonte Wiens Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) bei der Präsentation der Expertisen. Auch Vertreter des Besitzers waren demnach eingebunden. Sieger gibt es in dem Wettbewerb keinen. Die Vorschläge von Wolf Dieter Prix, Manfred Wehdorn, Karla Kowalski, Gisela Podreka, Johannes Zeininger stehen gleichberechtigt nebeneinander.

Laut Schicker können aus den Arbeiten folgende Schlüsse gezogen werden: Es sei möglich, die Reste der Sofiensäle in das Projekt einzubeziehen – das trotzdem leistbar bleibe. Vorgeschlagen wird eine vorwiegende Wohnnutzung, in dem ehemaligen „Großen Saal“ sollen weiter Veranstaltungen stattfinden, wenn auch in geringerem Ausmaß als früher. Die Errichtung eines Einkaufszentrums oder einer Tiefgarage, so stellte Schicker klar, sei nicht erwünscht.

Front-Fassade soll bleiben

Auch Nutzungsvorschläge in Richtung Hotel oder Kulturzentrum können demnach wirtschaftlich umgesetzt werden. In jedem Fall soll eines bleiben: die eindrucksvolle Front-Fassade des Gebäudes.

Der Denkmalschutz soll laut Schicker weiterhin gewahrt bleiben. Auch der Leiter des Bundesdenkmalamtes, Wilhelm Georg Rizzi, hob hervor: Es seien Nutzungen möglich, die den Saal einbeziehen, auch wenn die Vorgaben des Bundesdenkmalamtes berücksichtigt werden.

Diese Erkenntnis hat, so wurde betont, auch der Eigentümer-Vertreter gewonnen. Der Wiener Anwalt Karl Pistotnik sei an dem Verfahren beteiligt gewesen, hieß es. Tatsächlich hat Pistotnik bisher stets angekündigt, er werde die „Ruine“ der Sofiensäle stehen lassen, sollte der Denkmalschutz nicht aufgehoben werden – oder Wien sich an der Finanzierung der Renovierung beteiligen. Pistotnik war am Donnerstag vorerst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Im kommenden Jahr soll jedenfalls der neue Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für das Areal erarbeitet bzw. beschlossen werden. Die Arbeiten der Architekten seien dazu „Diskussionsgrundlagen zur Meinungsfindung“, wie es hieß.

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