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Wohnbau und Sanierung: Global 2000 und Gewerkschaft kämpfen gemeinsam

Gefordert wurde eine Wohnbauinitiative und eine höhere thermische Sanierungsrate
Gefordert wurde eine Wohnbauinitiative und eine höhere thermische Sanierungsrate ©APA (Sujet)
30 Jahre liegt es zurück, dass sich Umweltschützer und Gewerkschafter in der Hainburger Au als Gegner gegenüberstanden - nun haben Vertreter von Global 2000 und der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) am Freitag Schulter an Schulter gemeinsame Forderungen für die Zukunft erhoben.
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Bei einer Pressekonferenz in Wien sprachen sich die Gegner von einst für eine Wohnbauinitiative und eine höhere thermische Sanierungsrate aus.

Forderung nach Nachhaltigkeit

“Arbeitsplätze schaffen und Umweltschutz” ist kein Widerspruch”, so der GBH-Vorsitzende und Nationalratsabgeordnete Josef Muchitsch (SPÖ), der eine Maurerlehre absolvierte, als im Dezember 1984 Umweltschützer die Stopfenreuther Au besetzten. Er verlangte “nachhaltige und sinnvolle Zukunftsinvestitionen”, die nicht nur die Konjunktur ankurbeln, sondern auch den CO2-Ausstoß reduzieren und die Umwelt schonen.

Global 2000 für thermische Sanierung

Damit schlug er in dieselbe Kerbe wie Global-2000-Geschäftsführerin Leonore Gewessler. Seit 2008 machen sich die beiden Organisationen im Rahmen des sogenannten Bau-Pakts für den Ausbau der thermischen Sanierung stark. Dank des Bundessanierungsschecks konnten bisher 46.147 Projekte gefördert werden. Mit einem Investitionsvolumen von 839 Millionen Euro wurden hierzulande ihren Berechnungen zufolge 11,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Muchitsch verwies im Zusammenhang damit darauf, dass mittlerweile 53 Prozent der Fördergelder in Mehrfamilienhäuser fließen.

Aufstockung für Sanierungscheck

Den Plafond sehen damit weder Gewerkschafter noch Umweltschützer erreicht. Nach ihrem Dafürhalten sollte der Sanierungsscheck auf 300 Millionen Euro aufgestockt werden: “Der Herr Umweltminister und die Regierung werden schlicht mehr Geld aufbringen müssen.”

“Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird. Die zweitbeste ist die erneuerbare Energie”, gab GBH-Umweltsprecher Andreas Huss zu bedenken. Im Hinblick darauf gelte es, “die richtigen Dinge zu bauen” und den Wohnbau entsprechend zu fördern. Es sei “unerträglich, was manche Bundesländer mit Wohnbaufördergeldern aufführen”, kritisierte Huss. In Salzburg würden diese “für das Stopfen von Budgetlöchern” und damit nicht widmungsgemäß verwendet.

(apa/red)

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