WM findet ohne Österreichs Elf statt!

Trotz einem Spielausgang von 2:1 für die Öster­rei­chische Fußball-Elf beim WM-Qualifikationsspiel am Sam­stag­abend gegen Litauen im Inns­brucker Tivoli-Stadion reicht es nicht für Südafrika.
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Das österreichische Fußball-Nationalteam hat am Samstag trotz wenig überzeugender Leistung Platz drei in der WM-Qualifikationsgruppe 7 perfekt gemacht. Die Österreicher setzten sich in Innsbruck ohne zu glänzen gegen Litauen mit 2:1 (1:0) durch und sind damit von den Rumänen nach deren 0:5-Debakel bei Gruppensieger Serbien nicht mehr zu verdrängen. Die Tore vor 14.500 Zuschauern erzielten Marc Janko (16.) und Roman Wallner (80./Elfmeter) bzw. Marius Stankevicius (66.).

Das ÖFB-Team war nach ansprechender erster Hälfte nach der Pause klar zurückgefallen, verhinderte aber einen herben Rückschlag. Team-Rückkehrer Wallner verwertete einen Elfmeter nach Gerangel im Strafraum, bei dem Franz Schiemer zu Boden gegangen war, perfekt ins rechte Kreuzeck. Es war das erste Länderspiel-Tor des LASK-Angreifers seit 20. August 2003 (2:0 gegen Costa Rica). Davor hatte Janko mit einem sehenswerten Treffer für die frühe Führung gesorgt.

Der Salzburg-Stürmer war nach einem langen Ball von Schiemer aus abseitsverdächtiger Position gestartet, setzte seinen wuchtigen Schuss aus 15 Metern aber unhaltbar ins Kreuzeck. Es war das sechste Tor des 26-jährigen Salzburg-Stürmers im zwölften Länderspiel. Janko hat damit in den vergangenen zehn Tagen auf allen Ebenen getroffen – neben dem Nationalteam in der Europa League gegen Villarreal (2:0) und in der Liga gleich viermal gegen Kärnten (7:1).

Abgesehen davon zeigte das ÖFB-Team in der Offensive aber wenig. Teamchef Dietmar Constantini hatte in der Startformation erstmals auf das LASK-Duo Wallner und Thomas Prager gesetzt. Letzterer spielte in der Zentrale die offensivere Rolle als Yasin Pehlivan. Daniel Beichler rückte anstelle seines verletzten Sturm-Graz-Kollegen Jakob Jantscher links ins Mittelfeld, rechts tat sich der nachnominierte Rapidler Veli Kavlak mit einer guten Leistung hervor.

Die erste Halbchance hatte Kapitän Paul Scharner, der einzige Legionär in der Startformation, mit einem Kopfball nach Freistoß von Kavlak vorgefunden (13.). Drei Minuten später schickte Schiemer Janko auf die Reise – 1:0. Weitere Großchancen fanden vor der Pause noch Pehlivan im Nachschuss nach kurz abgewehrtem Freistoß von Wallner (25.) sowie Wallner nach idealem Zuspiel von Kavlak (38.) vor. Ein Kavlak-Schuss strich über das rechte Kreuzeck (46.).

Auf der Gegenseite präsentierten sich die stark ersatzgeschwächten Litauer, die bereits ihre fünfte Quali-Niederlage in Folge kassierten, vor der Pause völlig harmlos. Der einzigen Schrecksekunde war ein zu unentschlossener Ausflug von ÖFB-Keeper Helge Payer vorausgegangen (45.). Nach Seitenwechsel zeigten die Österreicher aber auch in der Defensive erhebliche Schwächen, die Bemühungen der Litauer blieben aber bis zum Tor von Stankevicius unbelohnt.

Der Legionär von Sampdoria Genua traf nach Querpass von links im Strafraum völlig ungedeckt. Constantini, der schon zuvor die Youngsters Julian Baumgartlinger und Christopher Drazan (Teamdebüt für den 19-Jährigen mit der Nummer 10) gebracht hatte, reagierte, brachte Sturmtank Stefan Maierhofer für Janko. Der 2,02-Meter-Mann fand auch prompt eine Kopfball-Chance vor (77.), ehe Wallner vom Elfmeterpunkt sein neues Selbstvertrauen unter Beweis stellte.

Österreich steht damit bereits vor dem Abschlussspiel am Mittwoch in Frankreich, in dem Schiemer wegen einer Gelbsperre fehlen wird, als Gruppendritter fest und hat gute Chancen, in der Auslosung für die nächste EM-Qualifikation aus Topf 3 gezogen zu werden. Innsbruck erwies sich erneut als guter Boden für den ÖFB. Das Nationalteam feierte im siebenten Spiel auf dem Tivoli Neu seinen sechsten Sieg, hat in 15 Pflichtspielen außerhalb Wiens ebenso oft gewonnen.

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