WKÖ-Präsident Mahrer mit Steuerreform zufrieden

WKÖ-Chef Harald Mahrer ist zufrieden mit der Steuerreform der Regierung.
WKÖ-Chef Harald Mahrer ist zufrieden mit der Steuerreform der Regierung. ©APA/HANS PUNZ
"Wir sind sehr zufrieden": Damit lobte Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer die Steuerreform der Regierung. Dass die Senkung der Körperschaftssteuer geringer ausfiel, als gefordert, relativierte Mahrer.

Die Wirtschaftskammer (WKÖ) lobt die Steuerreform der Bundesregierung in überschwänglichen Worten. "Wir sind sehr zufrieden", "wir freuen uns sehr", "der Pakt, der auf dem Tisch liegt, kann sich sehen lassen", waren nur einige der Kommentare von Kammerpräsident Harald Mahrer bei einem Pressegespräch. Ein Klein- und Mittelbetrieb werde sich im Schnitt im Jahr 1.000 Euro netto ersparen.

Orientierung am wichtigsten Handelspartner Deutschland

Als Beispiel nannte er einen Grafiker mit einem Jahresgewinn von 35.000 Euro. Diesem werde durch die Reform 1.067 Euro zusätzlich übrig bleiben. Dass nur die Großkonzerne profitieren würden sei daher nicht richtig, man habe sich an Deutschland, dem wichtigsten Handelspartner, orientiert. Sollten die Deutschen im Zuge der Regierungsbildung ihre Maßnahmen verschärfen, wäre das aber kein Grund nachzuziehen, schränkte Mahrer auf Nachfrage ein.

Mahrer relativiert geringe Senkung der Körperschaftssteuer

Dass die Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt) geringer ausgefallen ist als von der WKÖ gefordert, relativierte Mahrer. Schließlich habe es ein ganzes Bündel von Maßnahmen gegeben, die auch zu einer Entlastung führen würden. "Wir haben gut verhandelt", betonte Mahrer.

Dass es für die Landwirte einen verbilligten "Agrardiesel" gibt, für die Frächter aber keinen "Transportdiesel", erklärte Mahrer damit, dass zumindest das Dieselprivileg aufrecht erhalten bleibe. Anderweitig hätte man einen "Gewerbediesel" einführen müssen.

Mahrer begrüßte regionale Ausgestaltung der Steuerreform

Auch dass Handwerker in Wien, die auf ihre Firmenautos zum Transport ihres Materials angewiesen sind - wie viele Pendler auf ihren Privat-Pkw - nicht gleichermaßen beim CO2-Bonus berücksichtigte werden, verteidigte Mahrer. Die Betriebe würden ohnehin ihre Mehrkosten weitergeben, sonst gäbe es ja keinen Lenkungseffekt. Grundsätzlich begrüßte Mahrer die regionale Ausgestaltung der Steuerreform, schließlich herrschten in der Wirtschaft auch kommunal Unterschiede.

"Nachbesserungen" bei Regelung zu CO2-Ausstoß gefordert

Bei Unternehmen, die ihren CO2-Ausstoß nicht ohne massive Wettbewerbsverzerrung einschränken können und sonstigen besonderen Härtefällen müsse es noch Nachbesserungen geben. Ebenfalls noch auf der ToDo-Liste der Wirtschaftskammer steht ein Kapitalmarktpaket, "um das kommt man nicht umhin", so WKÖ-Generalsekretär Karl-Heinz Kopf.

Coronamaßnahmen weiterhin für Bereiche wie Stadthotellerie

Zu den Coronamaßnahmen meinte Mahrer, dass diese noch für jene Betriebe aufrechterhalten bleiben müssen, die weiterhin unter der Pandemie leiden, wie die Stadthotellerie. Die Hilfen könnten noch ein paar Monate bis zu einem Jahr laufen.

(APA/Red)

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