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Wirecard: Marsalek hatte Nervengift-Formel aus Ministerium

Marsalek hatte beste Verbindungen zu Österreichs Ministerien.
Marsalek hatte beste Verbindungen zu Österreichs Ministerien. ©APA/AFP/CHRISTOF STACHE
Ex-Wirecard Manager Jan Marsalek dürfte von einem österreichischen Insider streng geheime Dokumente zum Nervengift Nowitschok erhalten haben. Im Fokus stehen Außen-, Verteidigungs- sowie Wirtschaftsministerium.

Vertrauliche Unterlagen zum russischen Nervengift Nowitschok, über die der untergetauchte Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek verfügt hat, stammen aus Österreich. Das geht laut einem Bericht der Tageszeitung "Österreich" aus einer Anzeige von Außen-, Verteidigungs- und Wirtschaftsministerium hervor. Allen drei Ministerien liegt die an Marsalek geleakte Unterlage demnach vor.

Die Unterlagen, die Marsalek laut einem Bericht der "Financial Times" im Sommer 2018 mehreren Personen in London gezeigt hat, stammen ursprünglich von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) und liegt deren Mitgliedsländern vor. Darin enthalten ist unter anderem die Formel für das noch in der Sowjetunion entwickelte Nervengift Nowitschok.

Dokumente stammen aus Österreich

Aus der von "Österreich" zitierten Anzeige der Ministerien geht nun hervor, dass die OPCW die Herkunft der von Marsalek verwendeten Unterlagen zurückverfolgen konnte. Möglich war das über einen am Deckblatt abgedruckten Strichcode. Nachdem die OPCW eine österreichische Diplomatin darüber informierte, dass die Unterlagen aus Österreich stammen, erfolgte nun die Sachverhaltsdarstellung der drei Ministerien an die Justiz.

Dem Bericht zufolge lag das Dokument der Abrüstungsabteilung des Außenamtes vor und wurde seinerzeit auch an die Abteilung Militärpolitik des Verteidigungs- sowie an das Wirtschaftsministerium weitergeleitet.

Weitergabe der Dokumente war illegal

Das Außenministerium bestätigte auf APA-Anfrage die Anzeige: "Da die mögliche Weitergabe vertraulicher Dokumente an unbeteiligte Dritte eine gerichtlich strafbare Handlung darstellt, wurde im Einvernehmen mit dem zuständigen BMDW und dem BMLV eine Sachverhaltsdarstellung an die zuständige Staatsanwaltschaft übermittelt."

(APA/red)

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