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Wird Wien zum neuen Standort für Klimaüberwachungsdienst der EU?

Eine Auswertung des ECMWF Copernicus Climate Change Service.
Eine Auswertung des ECMWF Copernicus Climate Change Service. ©AP
Wie das Klimaschutz- und das Bildungsministerium am Dienstag bekannt haben, ist Österreich unter den Top-5 im Rennen um den neuen Standort für die Klimawandel- und Atmosphärenüberwachungsdienste des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF). Wegen des Brexit wird der EU-Standort aus Reading in Großbritannien verlegt. Die Entscheidung wird am 9. Dezember von allen EU-Mitgliedsstaaten getroffen.

Das European Center for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF) mit Sitz in Reading ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, die von 34 Staaten, darunter Österreich, getragen wird. Die Vorhersagen des Zentrums bilden das Kernstück der meisten Wetterprognosen in Europa.

Aufgaben des ECMWF

Zu den Aufgaben des ECMWF zählt auch der Betrieb von zwei Diensten des Erdbeobachtungsprogramms "Copernicus" der EU und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Bei diesen beiden Diensten, die mit rund 65 Mio. Euro pro Jahr über den EU-Haushalt finanziert werden, geht es um die Überwachung des Klimawandels sowie der Atmosphäre inklusive CO2-Monitoring.

Ihre Daten würden helfen, "den Klimawandel besser zu verstehen und die richtigen Maßnahmen im Kampf gegen die Klimakrise zu treffen", so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) betonte, dass die Ansiedlung der "Copernicus"-Dienste "für die österreichische wissenschaftliche Community starke Unterstützung in Fragen der Anpassung an den Klimawandel und die möglichen Minderungsmaßnahmen bedeuten würde". Für Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) ist "Wien der beste Standort für die Copernicus Dienste: Lebenswert, stabil, sicher und wissenschaftlich hervorragend aufgestellt".

Zehn Ländern hatten ursprünglich Interesse an einer Ansiedlung bekundet. Alle Bewerber wurden nach den Kriterien wissenschaftliches und soziales Umfeld, Büroverfügbarkeiten, finanzielle Lage sowie Konnektivität und Nachhaltigkeit bewertet.

(APA/Red.)

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