Wintereinbruch brachte beachtliche Schneehöhen, aber keine Rekorde

Der Schnee ist in vielen Teilen Österreichs Gesprächsthema Nummer Eins.
Der Schnee ist in vielen Teilen Österreichs Gesprächsthema Nummer Eins. ©APA
Der Wintereinbruch war zwar in aller Munde, aber so heftig, wie es den Anschein hat, waren die Schneefälle am Mittwoch und Donnerstag scheinbar doch nicht: Von Rekordwerten sei keine Rede, so die ZAMG.
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So wurden etwa an der Heimstätte der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), auf der Hohen Warte in Wien, Freitag früh 30 Zentimeter Gesamtschneehöhe gemessen. Von Donnerstag, 7.00 Uhr, bis Freitag, 7.00 Uhr, fielen exakt 15 Zentimeter.

Nicht außergewöhnlich – vor allem, wenn man die Werte mit dem “Überraschungssieger” Bregenz vergleicht.

Hohe Schneemengen in Ostösterreich

Von Kärnten über die Steiermark, das Burgenland über Wien ins nördliche Niederösterreich – so verlief der Weg des Adria-Tiefs, dass innerhalb kurzer Zeit durchaus beeindruckende Schneemengen nach Süd- und Ostösterreich lieferte.

Der 24-Stunden-Höchstwert wurde aus Langenlebarn (NÖ) gemeldet, wo 19 Zentimeter Neuschnee für eine Gesamtschneedecke von 35 Zentimetern sorgte. Zum Vergleich: 2005 fielen am 27. Jänner im selben Zeitraum und im Rahmen eines sehr ähnlichen Wetterphänomens 48 Zentimeter.

Dass gerade in Bregenz mit großem Abstand am meisten Neuschnee gefallen ist, liegt am sogenannten Bodensee-Effekt. Soll heißen: Das vergleichsweise warme Wasser des Sees verdunstet, trifft und auf kalte, bodennahe Luft und kristallisiert. Auf diese Weise katapultierte sich die Vorarlberger Landeshauptstadt auch punkto Gesamtschneehöhe auf Platz eins, abgesehen von den hochalpinen Messstellen am Sonnblick (2,20 Meter), Rudolfshütte (2,13), Feuerkogel (1,60) und Rax/Seilbahn-Bergstation (1,25).

Auf Rang zwei in der Kategorie Gesamtschneehöhe landete übrigens Villach (K) mit 43 Zentimeter, gefolgt von Ried im Innkreis (OÖ) mit 38 Zenteimeter. Bei den Neuschneezuwächsen belegte Weitra (NÖ) mit 14 Zentimetern hinter Bregenz, Langenlebarn und der Hohen Warte Platz vier.

Wien: Straßenräumdienst im Einsatz

Auch nach dem Abklingen der heftigen Schneefälle am Donnerstagabend stand der Winterdienst der Wiener Magistratsabteilung 48 (MA48) unvermindert im Großeinsatz: 78 große Räum- und Streufahrzeuge sowie 108 Fahrzeuge der privaten Fuhrwerker waren auch am Freitag in der Bundeshauptstadt unterwegs, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Für 976 Mitarbeiter der Straßenreinigung hieß das: vorgezogener Dienstbeginn um 3.00 Uhr. Die Kurzparkzonen sind seit heute, Freitag, wieder in Kraft.

Ab 6.00 Uhr waren dann insgesamt 2.141 Einsatzkräfte unterwegs: 1.400 Mitarbeiter der Straßenreinigung sowie 382 zusätzlich aufgenommene Schneearbeiter sorgten für die Feinräumung von rund 26.000 Straßenübergängen, hinzu kamen 359 Lenker mit Winterdienstfahrzeugen.Für die winterliche Betreuung der öffentlichen Straßen in Wien ist die MA48 zuständig.

Das gesamte Netz ist 2.800 Kilometer lang, die zu betreuende Fahrbahnfläche beträgt rund 23 Millionen Quadratmeter.

Die Sperre der A4 wurde am Freitag übrigens wieder aufgehoben. In Wien wurden am Freitag zahlreiche Dächer von der weißen Pracht befreit. Das Aufstellen von Warnhinweisen oder an die Hauswand gelehnte Latten sind nur eine Sofortmaßnahme, informierte der Verein für Konsumenteninformation (VKI). Hauseigentümer müssen sowohl Schnee und Eisbildungen von den Dächern entfernen als auch Gehsteige und Gehwege räumen und bei Glatteis bestreuen.

(APA)

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