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Wind pfeift aber: "Bisher schwächster" Orkan

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Die am Donnerstag gegen 7.40 Uhr an der Messstelle Hohe Warte mit 118,8 km/h registrierte Spitzenböe stellt laut ZAMG bisher höchsten Novemberwert dar - Es handelt sich aber um den "schwächsten" der zehn seit Beginn der Aufzeichnungen gemessenen Orkane.

Absoluter Spitzenreiter ist eine Böe mit 139 km/h am 18. Februar 1946. Auch am 4. Jänner 1976 (135 km/h) und am 5. Februar 1958 (133 Stundenkilometer) wurden Werte über 130 km/h gemessen.

In den Annalen der ZAMG sind einer Aussendung zufolge seit dem Jahre 1951 auch Schadensverläufe vermerkt. Dazu einige Auszüge:

  • Am 28. Jänner 1953 erreichte der Wind einen Spitzenwert von 122 km/h und bewirkte zahlreiche Schäden an Gebäuden und Verkehrseinrichtungen. Bei dem 16 Stunden lang anhaltenden Sturm wurden etwa 140 Personen verletzt. Zur Beseitigung der schwersten Schäden waren 170 Feuerwehreinsätze notwendig.
  • Ein mit einem Warmlufteinbruch einhergehender Sturm erreichte am 2. März 1956 in Wien 124 km/h, beschädigte Dächer, Bäume und Oberleitungen; 27 Personen wurden verletzt, eine tödlich. Auch die Blenden der Nordkuppel der Universitätssternwarte wurden aufgerissen.
  • Der Orkan mit Spitzengeschwindigkeiten um 130 km/h vom 5. Februar 1958 zog in Wien zur Beseitigung der Schäden mehr als 100 Feuerwehreinsätze nach sich. 14 Personen erlitten schwere bis lebensgefährliche Verletzungen.
  • Am 5. Februar 1999 führte ein schwerer Sturm zu zahlreichen Schäden, besonders im Osten des Bundesgebietes. „Lara“ hemmte mit Böenspitzen um 130 km/h den Ablauf des Betriebes am Flughafen Schwechat. Rund 2.000 Passagiere mussten mehrere Stunden auf ihre Abflüge warten.
  • Im Jänner 1976 verzeichnete Wien an 20 Tagen Sturm – erstmals an fünf Tagen in Folge Böenspitzen über 100 km/h. Am 4. Jänner wurden 134,6 km/h registriert, knapp unter dem Extremwert von 139 km/h, gemessen am 18. Februar 1946.
  • Aber auch Stürme unterhalb der Orkanstärke zogen schwere Schäden nach sich. Am 8. August 1978 stürzte in den Morgenstunden ein Baugerüst in Wien-Josefstadt auf Wagen der Straßenbahnlinie 5. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Ein vom Sturm gefällter Baum beschädigte die Oberleitung der damaligen Straßenbahnlinie G2 auf der Döblinger Hauptstraße. Auf dem Stephansplatz wurden vier Passanten verletzt, als der Wind eine Holztafel vom Gerüst über dem Hauptportal des Domes losriss.
  • Auch am 15. Jänner 1986 waren in Wien zahlreiche Sturmschäden zu verzeichnen. U.a. wurden 300 m2 des Daches der Wiener Müllaufbereitungsanlage Rinter-Zelt zerstört. Am 20. Jänner beschädigte ein entwurzelter Baum die Oberleitung der Straßenbahn am Burgring in der Wiener Innenstadt. Ferner wurden größere Teile des Daches der Heizbetriebe Spittelau abgerissen.
  • Am 31. Jänner 2000 zog ein schwerer Sturm in Wien zahlreiche Schäden nach sich. Die A 2 musste zwischen Brunn am Gebirge und Baden bei Wien nach Serienunfällen gesperrt werden. Schwerfahrzeuge mit Anhänger werden umgeweht. In Baden bei Wien wurde das Frauenbad und in Meidling ein Wohnhaus abgedeckt. Am 21. Februar 2001 kam es im Großraum Wien bei Spitzenböen um 100 km/h zu einer Reihe von Glas-, Dach- und Baumschäden.
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