Wild Card - Trailer und Kritik zum Film

Ex-Söldner und Gelegenheitsbodyguard Nick Wild ist gefrustet von seinem Leben in Las Vegas. Gerne möchte er nach Korsika - verzockt aber das Geld, das ihn dahin führen könnte. Zwischendurch hilft er seiner Ex-Freundin Holly, sich für eine Vergewaltigung zu rächen.

Dadurch bekommt er es mit einem Clan brutaler Lakaien eines jungen Italieners zu tun. Am Freitag startet “Wild Card” im Kino. Männer werden im Film Schmerzen empfinden. Nämlich dann, wenn Holly Rache für ihre brutale Vergewaltigung übt – und zwar mit einer Heckenschere an Danny DeMarcos Männlichkeit.

Wild Card – Die Geschichte

In Nahaufnahme zeigt die Kamera, wie die junge Frau die Oberhand über den Italiener hat und die Griffe langsam, Stück für Stück zusammendrückt. Das ist aber auch die einzige Szene, in der Frauen in diesem Film nicht zu hübschem Beiwerk degradiert werden. Ihre Aufgaben: Kellnern, Kartengeben, den Mund halten und knappe Kleidung tragen. Dabei spielt neben Dominik Garcia-Lorido als Holly unter anderem Sofia Vergara mit, die aus der US-Fernsehserie “Modern Family” bekannt ist.

Ein Grund für die etwas konservativ wirkenden Frauenrollen könnte sein, dass der Film auf dem Roman “Heat” von Oscar-Preisträger William Goldman basiert. Und dessen Veröffentlichung liegt nun schon rund 30 Jahre zurück. Kurz darauf wurde das Buch auch schon einmal verfilmt: unter dem Titel “Heat – Nick, der Killer” mit Burt Reynolds in der Hauptrolle. Nun spielt Actionheld Jason Statham, bekannt aus der “Transporter”-Trilogie, den Ex-Söldner und Gelegenheitsbodyguard Nick Wild. Für Produzent Steven Chasman ist Statham kein Unbekannter: Er war beispielsweise auch für “Chaos”, “The Bank Job” und “Die Killer Elite” verantwortlich.

Wild Card  – Die Kritik

Weil Wild seiner Ex-Geliebten Holly bei ihrer Rache an DeMarco hilft, bekommt der Beschützer es mit dessen Lakaien zu tun. Die Zusammentreffen gipfeln in drei Kampfszenen, die sich über den Film verteilen. “Ich bin nicht gewalttätig, ich bin nur talentiert”, beschreibt sich der immer etwas düster und mürrisch dreinblickende Draufgänger Wild selbst. Statt Pistolen bevorzugt er als Waffen unter anderem Kreditkarten und Silberlöffel – das aber effektiv.

Regisseur Simon West inszeniert die Schlägereien mal im bläulichen Licht einer Hotel-Suite, mal in der fahlen Beleuchtung eines Casinos, dessen Interieur seit Jahrzehnten nicht ausgetauscht worden zu sein scheint, und mal im staubigen Hinterhof eines Imbisses. Auch er hat schon mit Statham zusammengearbeitet – beim Action-Thriller-Remake “The Mechanic”, das 2011 in den Kinos zu sehen war.

Zwischen den Kampfszenen passiert in “Wild Card” nicht wirklich viel. Das streckt sich allerdings über zeitweise recht lange Szenen. Der Zuschauer kann einem Frustrierten zuschauen und -hören, wie er sich immer tiefer in eine Midlife-Crisis manövriert. Und wie er am Ende mit den Jetons seine wohl einzige Möglichkeit, dem vermeintlichen Schicksal zu entkommen, aufs Spiel setzt.

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(APA)

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