WikiLeaks: Hunderte irakische Zivilisten an US-Checkpoints getötet

Der arabische Fernsehsender Al Jazeera hat unter Berufung auf die Internetplattform WikiLeaks über die Tötung "hunderter" irakischer Zivilisten an US-Checkpoints berichtet.

Dies gehe aus geheimen US-Militärdokumenten über dem Krieg im Irak hervor, die im Besitz von WikiLeaks seien, berichtete der Sender am Freitag. Die Plattform hatte zuvor eine Veröffentlichung zahlreicher geheimer US-Militärdokumente zum Irak-Krieg angekündigt.

Pentagon: Nachrichten von gestern

Aus Pentagon-Sicht wird die erwartete Veröffentlichung hunderttausender US-Militärdokumente zum Irak-Krieg durch WikiLeaks kaum Neues ans Licht bringen. “Da wird es wahrscheinlich keine großen Überraschungen geben”, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Major Chris Perrine, am Freitag. “Das sind alles Nachrichten von gestern.” Über das meiste sei bereits “sehr, sehr ausführlich berichtet worden”.

Nach tagelangen Medienberichten über eine angeblich geplante Veröffentlichung neuer Geheimdokumente auf der Internet-Plattform hatte Projekt-Gründer Julian Assange am Dienstag mitgeteilt, die Berichte seien falsch. Über Twitter kündigte WikiLeaks am Donnerstag jedoch eine “große Pressekonferenz in Europa” an.

Das Pentagon hat sich mit einer 120 Mann starken Taskforce auf die Veröffentlichung vorbereitet, die etwa 400.000 geheime Militärakten umfassen soll. Ziel sei es, “die möglichen Auswirkungen” zu ermitteln, wenn WikiLeaks die Militärakten ins Internet stellen sollte, hieß es vom Verteidigungsministerium. Die Plattform hatte erst im Juli mit der Veröffentlichung von mehreren zehntausend, teils geheimen Militärunterlagen zum Afghanistan-Krieg für Aufsehen gesorgt. Zuvor hatte das Portal ein Militärvideo zu einem Luftangriff im Irak ins Netz gestellt, auf dem zu sehen war, wie Soldaten mehrere Zivilisten töten.

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