Wikam und Art&Antique: Zwei Messen rund ums Schöne und Alte

Papiertheatersammlung Dr. Zwiauer Trentsensky-Verlag "Goethes Faust" Rokoko Stil Wien 1850 Zur Verfügung gestellt von: Kunsthandel Mahringer
Papiertheatersammlung Dr. Zwiauer Trentsensky-Verlag "Goethes Faust" Rokoko Stil Wien 1850 Zur Verfügung gestellt von: Kunsthandel Mahringer ©WIKAM
Am Freitag öffnet in den beiden Innenstadtpalais Ferstel und Niederösterreich wieder die Wikam des Verbands Österreichischer Antiquitäten- und Kunsthändler für Besucher. Tags darauf lockt auch die Art&Antique in die Hofburg zu allem, was das materielle Leben schöner macht.

Der November ist in Wien die Zeit für das breite Angebot des Kunsthandels von Alt bis Neu – die beiden Messen Wikam und Art&Antique widmen sich diesen Themen.

Die 45. Art&Antique in der Wiener Hofburg

Die Art&Antique begeht heuer bereits ihre 45. Ausgabe und offeriert in den hochherrschaftlichen Räumen ein Kompendium aus Kunst, Antiquitäten und Design. Im Bereich der Malerei ist etwa Carl Moll gleich mit zwei Werken präsent: “Speisezimmer” und “Regen in Rapallo”. Von Gustav Klimt hat die Galerie Schütz die “Studie einer Kauernden” im Angebot.

Allerdings werden auch die Zeitgenossen großgeschrieben – von Nitsch und Mühl, von Rainer bis Hundertwasser erstreckt sich hier die Palette, die von Alten Meistern wie Jan Brueghel dem Älteren mit einem “Kalvarienberg” ergänzt wird.

Highlights bei der Messe

Für die praktischere Seite des Kunstgenusses gibt es französische Sekretäre des 18. Jahrhunderts neben Josef Hoffmann-Sesseln oder einem Servierwagen von Cesare Lacca aus 1950.

Die Zeit kann man auch mit Schweizer Uhren aus dem 19. Jahrhundert messen, und wer es gemütlicher angehen will, der könnte sich für den Sturzbecher in Form eines Rehbockkopfes aus 1856 des Hofjuweliers Mayerhofer & Klinkosch entscheiden. Und schließlich blitzt und blinkt allerorten noch Geschmeidiges für Hals, Ohren und Finger. Als künstlerische Intervention zollt der österreichische Designer Thomas Feichtner unter dem Titel “Steel Tube Bending” dem Holzbieger Thonet seinen Respekt.

Auch Wikam hat einiges zu bieten

Nicht weniger umfangreich ist das bei der Wikam präsentierte Angebot. Zu den Höhepunkten der Messe zählt das Ölgemälde “Hl. Familie und Johannesknabe” von Jan Brueghel d. J. und Pieter van Avont, zu finden bei Kunsthandel Zöchling. Aber auch der Bereich zeitgenössische Kunst nimmt bei der Wikam mittlerweile einen größeren Bereich ein, indem weitere Galerien zugelassen wurden.

Und so erstreckt sich das Spektrum der repräsentierten Künstler von Maria Lassnig mit ihrem monumentalen “Lebensmitte” bis zu Gottfried Helnwein, der mit seinem Großformater “Dark Mouse” vertreten ist. Ganz auf Robert Hammerstiel hat sich anlässlich seines 80. Geburtstags die Galerie Gerlich konzentriert, während der heuer verstorbenen Malerin Christa Hauer bei der Galerie Kopriva eine Einzelausstellung gewidmet ist.

Buddha über Tanzschurze, von Moll bis Nitsch

Neben der Malerei legt man einen Fokus auf die Keramik der Wiener Werkstätte oder die Miniaturpapiertheatersammlung des Wiener Anthropologen Herbert Zwiauer – die letzte große ihrer Art aus Privatbesitz. Herbert Bieler präsentiert verschiedene textile Preziosen aus Afrika – von den Asafo-Fahnen der Fante bis zu Tanz-Schurzen der Pygmäen. Das älteste Messeobjekt sind zwei Spiralfibeln der Mittleren Bronzezeit um 1.300 v. Chr. bei Antike Kunst Socowi. Die Galerie Darya zeigt einen sitzenden Buddha von Naga und auch die Tibet Art Galerie hat einen Buddha Amitayus aus feuervergoldeter Bronze im Gepäck, der aus dem 16. Jahrhundert stammt.

Nicht Buddha, sondern Jesus – auf einem fränkischen Nussbaumrelief am Ölberg, aber ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert – hat der deutsche Kunstexperte Dr. Seppmann im Portfolio. Und schließlich ist im Palais Niederösterreich unter dem Titel “Garden of Dreams” überdies eine kleine Sonderschau mit Skulpturen österreichischer Künstler eingerichtet.

Wikam von 8. bis 17. November in den Wiener Palais Ferstel und Niederösterreich – mehr dazu hier.

Art&Antique in der Wiener Hofburg von 9. bis 17. November – mehr dazu hier.

(apa/red)

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