Wieso musste sie sterben?

Nach dem tragischen Tod von Brittany Murphy ist nun das Rätselraten um die Todesursache voll im Gang. Und man fragt sich, warum Murphys Ehemann eine Obduktion verhindern will ...

In den letzten Jahren war es um Brittany Murphy ziemlich still geworden. Der letzte große Erfolg des einstigen Shooting-Stars Hollywoods war im Jahr 2005 die Comicverfilmung “Sin City”, in der Murphy allerdings auch nur eine von vielen HauptdarstellerInnen war. Danach folgten nur noch Engagements als Synchronsprecherin diverser Animationsfilme sowie kleine Rollen in B-Produktionen.

“Minderwertig”

Auch äußerlich konnte man Brittany Murphys Absturz mitverfolgen. Die Schauspielerin wurde immer dünner – ihr letzter öffentlicher Auftritt Anfang Dezember 2009 sorgte aufgrund ihres dürren Körpers für Entsetzen – und auch diverse Schönheitsoperationen zeugten davon, dass die 32-Jährige mit sich und der Welt absolut nicht im Reinen war.

Ein anonymer Freund der Verstorbenen erzählte dem US-Magazin “People”, dass “viele ihrer Probleme auf ihrem minderwertigen Selbstbild basierten. Sie trug unglaublich viel Make-Up, massenhaft falsche Wimpern, hatte ihre Zähne gebleicht, ihre Haare gefärbt und nahm ständig ab – sie wollte schön sein.”

Zwielichtiger Ehemann

Tatsache ist, dass die Polizei im Haus von Brittany Murphy zahlreiche Medikamente und Rezepte fanden – und, dass sie über große Übelkeit klagte und sich oft übergeben musste, bevor sie im Badezimmer zusammenbrach. Murphys Ehemann Simon Monjack (siehe Foto oben) sorgte zudem für Kopfschütteln, als er bekannt gab, einer Autopsie an der Leiche seiner Frau nicht zustimmen zu wollen. Einige der gefundenen Tabletten sollen laut Medienberichten Monjack verschrieben worden sein; sollte sich herausstellen, dass dieser die Medikamente weitergab, dann könnte er in Teufels Küche kommen.

Generell ist Simon Monjack ein recht zwielichtiger Zeitgenosse. Der Brite ist offiziell Autor und Regisseur, allerdings steht auf seiner Liste bisher genau EIN Film, für den er verantwortlich zeichnete. Zudem war 2007 gemunkelt worden, Murphy habe Monjack nur geheiratet, damit er in den USA bleiben könne, nachdem sein Visum abgelaufen war.

Sechs Wochen Warten …

Der Untersuchungsrichter ordnete jedenfalls dennoch eine Autopsie an Murphy an, da der Tod der 32-Jährigen scheinbar keine rein natürlichen Ursachen hat. Fremdverschulden wird allerdings ausgeschlossen.

Das Ergebnis der Autopsie liegt im übrigen mittlerweile zwar schon vor, wie der Untersuchungsrichter bekannt gab, allerdings wird vor der Veröffentlichung noch das toxikologische Testresultat abgewartet und das wird nicht vor Mitte Jänner 2010 feststehen.

Bis dahin heißt es daher warten und weiter spekulieren. Sicher scheint aber zu sein: Der Erfolgsdruck Hollywoods hat ein weiteres Opfer gefordert. Und es steht zu befürchten, dass es nicht das letzte sein wird …

(seitenblicke.at/Foto: AP)

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