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Wiens Weihbischof Krätzl wird 75

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Der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl feiert seinen 75. Geburtstag. Gemäß dem Kirchenrecht hat der Bischof damit auch gleichzeitig seinen Rücktritt eingereicht.

Wenn der Papst den Rücktritt annimmt, gibt es in der Erzdiözese Wien – einer der größten in Europa – nur noch einen Weihbischof. In der Vergangenheit hat es bis zu vier Weihbischöfe in Wien gegeben.

Die Kirche muss „mutig in die Zukunft schauen“, betonte Krätzl in einem „Radio Stephansdom“-Interview anlässlich seines bevorstehenden Geburtstages. Der gebürtige Wiener wurde 1954 zum Priester geweiht. Von 1956 bis 1960 war er Zeremoniär beim Wiener Erzbischof Franz König. Als Konzilsstenograf hatte Krätzl den großen Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils von 1962 bis 1965 miterlebt. Vieles an Erneuerung in der Kirche sei seither verwirklicht worden, manches stehe aber nach wie vor aus, sagte Krätzl, der seit fast 30 Jahren Bischof ist.

Reformbedarf ortet er etwa im Bereich der Ökumene. Hier seien die Theologen oft weiter als die Kirchenleitungen. In der Kirche sei aber auch mehr Dezentralisierung notwendig, so Krätzl: „Es braucht mehr Eigenverantwortung der Ortskirchen. Auch die Diözesanbischöfe sollen ihre Vollmachten noch deutlicher ausüben. Es ist nicht gut, dass Rom bis in die letzten Formulierungen alles vorschreibt“.

Nach der Annahme seines Rücktrittsgesuchs durch den Papst werde er vor allem seine Funktionen in der Bischofskonferenz zurücklegen, so Krätzl. Im Bereich der Erzdiözese Wien werde er aber – dem Wunsch Kardinal Christoph Schönborns entsprechend – auch weiterhin aktiv mitarbeiten, etwa Pfarren besuchen, junge Menschen firmen, Visitationen durchführen.

Weihbischof Krätzls 75. Geburtstag wird morgen, Montag, um 18 Uhr im Stephansdom mit einer Dankmesse gefeiert. Im Anschluss an die Messfeier wird auf dem Stephansplatz sein neues Buch „Geschenkte Zeit“ präsentiert.

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