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Wiens erste Spatzenzählung: Spatzen-WGs gesucht

Zur Unterscheidung bei der Vogel-Zählung: So sieht ein Haussperling-Weibchen
Zur Unterscheidung bei der Vogel-Zählung: So sieht ein Haussperling-Weibchen ©Michael Dvorak
Hobby-Ornithologen aufgepasst: BirdLife Österreich und die MA22 rufen auf zu Wiens erster Spatzenzählung. Gesucht sind die herbstlichen Verstecke des verbreitetesten Vogels in der Bundeshauptstadt.
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"Da Spotz" (Haussperling) ist als häufigste Vogelart aus dem Wiener Stadtleben nicht wegzudenken. Der beliebte Kulturfolger ist sehr gesellig und besetzt in Trupps dichte Büsche oder Kletterpflanzen als Tagesverstecke oder Schlafplätze – Spatzen-WGs eben!

BirdLife forscht: Wo halten sich in Wien Spatzen auf?

Statt Partymusik wie in so mancher Studenten-WG ist dort ein freundschaftliches Tschilpen zu hören. Im Herbst pfeifen die Spatzen jedoch nicht von den Dächern, sondern aus den Büschen.Wo sich die Verstecke des Haussperlings und seines schüchterneren Bruders, dem Feldsperling, befinden, möchten die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich und die Stadt Wien –Umweltschutzmithilfe der Wiener Bevölkerung herausfinden.

Da der Bestand der Sperlingewie in vielen anderen europäischen Städten auch in Wien abnimmt, sollen die Aufenthaltsorte der geselligen Stadtbewohner erhoben werden. „Da die Spatzenansammlungen sehr auffällig sind, bietet sich ihre Meldung für die breite Öffentlichkeit ideal an. Mitzählen können alle, die während unserer Aktionswoche vom 12. bis 18. Oktober eine Spatzen-WG in Wien entdecken“, ruft Projektverantwortlicher Josef Mikocki der MA22 auf. Meldungen sind natürlich auch nach dem 18. Oktober noch herzlich willkommen.

Beobachtete Spatzen über Meldeplattform melden

Zentrale Anlaufstelle ist die Projektwebsite, in die neben Informationen und Fotos zu den Spatzen auch unter diesem Link die Meldeplattform eingebettet ist. Die Meldung beobachteter Spatzen erfolgt auf dieser Website mit Hilfe einer Wienkarte und eines einfachen und übersichtlichen Meldeformulars. „Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, ein Foto hochzuladen, für all jene, die sich bei der Bestimmung nicht ganz sicher sind“, informiert Vogelexpertin Eva Karner-Ranner von BirdLife Österreich. „Wir sind alle sehr gespannt und freuen uns auf Ihre Meldung!“

Wichtige Versteck- und Schlafplätze für Spatzen

Dichte Büsche und Kletterpflanzen sind für Sperlinge wichtig: Die Trupps ziehen sich immer wieder dorthin zurück, um ihr Gefieder zu pflegen, um mit gemeinschaftlichem Tschilpen den sozialen Zusammenhalt zu festigen und auch, um vor Gefahren zu flüchten. Als Schlafplätze werden dichte und hochwachsende Kletterpflanzen aufgesucht.

Haussperling und Feldsperling unterscheiden

Der Haussperling (Passer domesticus)

In Wien ist der Haussperling mit geschätzten 28.000 Brutpaaren die häufigste Vogelart. Die grauen Kappen der Männchen sowie die braun-beige gestreiften Köpfe der Weibchen sind selten alleine zu beobachten. Zumeist wird alles in der Gruppe unternommen, vom Rasten und Schlafen über das gemeinschaftliche Sandbad bis zur Futtersuche. „Das geht soweit, dass ein Sperling, der eine gute Futterquelle entdeckt hat, erst die anderen Mitglieder seiner Gruppe verständigt, bevor er selbst zu fressen beginnt!“, weiß Eva Karner-Ranner.

Als treue Begleiter des Menschen brüten Haussperlinge seit jeher in großen Städten wie Wien. Sie kommen hier im gesamten Stadtgebiet bis ins dicht bebaute Zentrum vor, bevorzugen aber Areale mit einem höherenAnteil an Grünflächen sowie Büschen und Kletterpflanzen als Gemeinschaftsverstecke. Sie meiden lediglich die geschlossenen Waldgebiete an den Stadträndern wie den Wienerwald und die Lobau.

Der Feldsperling (Passer montanus)

Der mit dem Haussperling eng verwandte Feldsperling unterscheidet sich nicht nur optisch von diesem. Der deutlich scheuere Feldsperling ist weniger stark an menschliche Siedlungen gebunden und meidet, anders als der Haussperling, dicht bebautes Stadtgebiet. Zur Brutzeit brüten in Wien etwa 6.000 bis 12.000 Brutpaare und auch im Winter ist er ein häufiger Gast am Futterhaus.

Als Bewohner offener und halboffener Landschaften mit Büschen und Bäumen kann man ihn in Wien in Bereichen mit höherem Grünanteil, etwa in Parks und Gärten sowie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen entdecken. Auch an Waldrändern und in lichten Wäldern, wie etwa in Teilen des Wienerwaldes, fühlt sich der Sperling wohl. Feldsperlinge sind treue Partner. Hat sich ein Weibchen einmal für ein Männchen entschieden, wird es ihm ein Leben lang treu bleiben. Feldsperlinge sind gesellige Vögel. „Sie brüten häufig in Kolonien von zehn bis 50 Brutpaaren und suchen ihresgleichen auch außerhalb der Brutzeit zum gemeinsamen Schlafen und der gemeinschaftlichen Nahrungssuche auf“, so Karner-Ranner.

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