Wiens Bälle lassen die Kassen klingeln

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In Wien wird auch während der Krise getanzt - und dabei Geld ausgegeben: 300.000 Menschen werden in der laufenden Saison die 450 in der Bundeshauptstadt stattfindenden Bälle besuchen.

Laut einer Studie der Wiener Wirtschaftskammer geben die Besucher 215 Euro aus, nämlich auf den Veranstaltungen selbst, aber auch für Kleidung, Friseurbesuche oder Taxifahrten. Die Gesamtwertschöpfung betrage somit 64,5 Mio. Euro, freute sich Kammerpräsidentin Brigitte Jank.

“Die fleißigsten Ballgeher sind noch immer die Wiener selbst”, berichtete Jank. 200.000 Stadtbewohner wollen einen Ball besuchen, fast die Hälfte davon sogar mehrere. 65.000 Gäste werden aus den Bundesländern kommen, 35.000 aus dem Ausland. Wobei auch die Karten schon reserviert sein sollten: Laut Jank sind viele Traditionsbälle bereits seit Wochen ausverkauft.

Die Wiener Ballbesucher planen rund 28,5 Mio. Euro an direkten Ausgaben wie Karten, Tischreservierungen und Speisen bzw. Getränken. Für eine neue Ballgarderobe, Schuhe oder Schmuck werden 22,5 Mio. locker gemacht. Immerhin 7,5 Mio. Euro fließen in Friseurbesuche und Kosmetikbehandlungen. Die Gastronomie und die Taxiunternehmen erhalten jeweils 3 Mio. Euro vom Kuchen.

Wie überhaupt die Vorbereitungen für einen Ballbesuch mitunter aufwendig sind: Laut Studie besucht die Hälfte der Besucher – Männer ebenso wie Frauen – zuvor einen Friseur. 15 Prozent der weiblichen Gäste gönnen sich auch eine Kosmetikbehandlung, was bei den Männern nur fünf Prozent tun wollen. 45 Prozent der Ballbesucherinnen investieren in der heurigen Saison zudem in neue Schuhe, Kleider oder Accessoires bzw. Schmuck. Hingegen wollen nur 25 Prozent der Männer neue Schuhe und 15 Prozent neue Anzüge kaufen.

Der meistgenannte Grund, einen Ball zu besuchen, ist, dass man einen schönen Abend dem Partner verbringen wolle. Das Genießen des Flairs liegt laut Studie an zweiter Stelle. Die Möglichkeit zu tanzen erreichte nur den fünften Platz im Ranking. Geschäftliche Gründe, so betonte Jank, spielen für den Besuch eines Balls nur eine untergeordnete Rolle.

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