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Wiens Ampelproblem gibt den Technikern Rätsel auf

Bei der Zusammenarbeit zwischen den Bedienrechnern und dem Hauptrechner scheint irgendwo der Wurm drin zu sein. Könnten weitere Probleme auftreten?

Wiens Ampeln „streikten“ wieder: Ungefähr 150 Ampeln schalteten am Donnerstag um 5.00 Uhr früh nicht vom Nachtbetrieb auf Rot-Grün-Schaltung um, berichtete der ÖAMTC. Erst vor sieben Tagen hatte es wegen eines Softwarefehlers bei einem der vier Hauptrechner des Ampelsystems in ganz Wien Probleme mit den Verkehrsreglern gegeben. Diesmal fiel ein anderer Rechner aus. Ursache war ein technischer Kommunikationsfehler.

Betroffen waren laut ÖAMTC die Bezirke 13 bis 17, die Donaustadt sowie die Leopoldstadt. Da eher Ampeln in untergeordneten Straßennetzen nicht mehr richtig funktionierten, hielt sich das Verkehrschaos in Grenzen, berichtete Ingenieur Heinrich Hafner von der zuständigen MA 33.

Um ungefähr 8.15 Uhr schalteten die „Problemkinder“ dank der so genannten Notbedien-Ebene wieder koordiniert. Zusammenhänge zu dem Vorfall vom 14. Juni sieht Hafner nicht: „Es handelt sich um einen anderen Rechner von einer anderen Herstellerfirma.“ Techniker versuchten am Donnerstagvormittag, der Ursache des Problems auf den Grund zu gehen. Gegen 12.30 Uhr war sie gefunden: Ein Fehler bei der Zusammenarbeit zwischen dem betroffenen Hauptrechner und einen der übergeordneten Bedienrechner sorgte für den Ausfall.

„Der Rechner ist nun repariert, aber da wir den Grund des Kommunikationsfehlers nicht kennen, kann der Fehler jederzeit wieder passieren“, erklärte Hafner. Auch wenn die Ampeln jetzt wieder ihre Arbeit machen, ist der Fall für die Computerspezialisten vorerst noch nicht abgeschlossen.

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