Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wienerin stach Ehemann nieder

An einer Handyrechnung entzündete sich am 3. April 2004 zwischen einem Ehepaar in Wien-Brigittenau ein Streit, der blutig endete - zwei Jahre teilbedingte Haft.

Die 38-jährige Frau griff zu einem 28 Zentimeter langen Küchenmesser und rammte es ihrem um ein Jahr älteren Mann in die Brust. „Es war ein relativ langes Messer. Das Größte war es aber nicht“, sagte sie heute, Dienstag, im Wiener Landesgericht, wo sie wegen versuchter absichtlicher schwerer Körperverletzung rechtskräftig zu zwei Jahren Haft, davon sechs Monate unbedingt verurteilt wurde.

Schon länger kriselte es in der Ehe der Kellnerin. Der Mann konnte die aus seiner ersten Ehe resultierenden Alimentationszahlungen nicht einhalten und kam daher in Haft. Nur am Wochenende durfte er nach Hause. Da standen dann Streitereien auf der Tagesordnung, denen die Frau mit verstärktem Alkoholkonsum beizukommen versuchte. „Bier, Schnaps, Wein, die ganze Palette“, erklärte sie Richter Georg Olschak.

“Es ist eskaliert”

Sie dürfte mindestens zwei Promille Alkohol im Blut gehabt haben, als sie auf ihren Mann einstach. „Es ist eskaliert. Es ist immer mehr gestritten worden. Ich wollte mich anziehen und dem Streit aus dem Weg gehen. Er hat mich nicht gehen lassen“, erinnerte sie sich.

Der 36-Jährige wurde an der siebenten Rippe getroffen, wo die Klinge abglitt. „Ich wollte ihm helfen. Aber er hat mich nicht lassen“, sagte die Frau. Also setzte sie sich auf den Fußboden und wartete, bis sie von der Polizei festgenommen wurde. Der Verletzte hatte sich die benötigte Hilfe selbst organisiert.

Redaktion: Michael Grim

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wienerin stach Ehemann nieder
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen