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Wiener Wohnen: Herbert Jansky gibt auf

Nach zuletzt massiver Kritik an der Geschäftsgebarung der städtischen Wiener Wohnen Hausbetreuungs GmbH ist nun deren Chef, Herbert Jansky, zurückgetreten.

Die Vorwürfe gegen den 46-jährigen Jansky reichten von überteuerter Auftragsvergabe bis zur “Freunderlwirtschaft”. Jansky habe “das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen”, wurde das Büro des zuständigen Wohnbaustadtrats Michael Ludwig im ORF zitiert.

Als Geschäftsführer der Wiener Wohnen Hausbetreuungs GmbH vergab Jansky einen lukrativen Auftrag für ein elektronisches Zutrittssystem für Gemeindebau-Waschküchen über Umwege an die Firma seines Schwagers. Janskys Schwager soll auch Aufträge für Elektroinstallationen erhalten haben, wie das Magazin “Datum” berichtete. Das Kontrollamt der Stadt Wien prüft derzeit die Vorwürfe, mit einem Ergebnis ist Ende Februar zu rechnen.

Durchweg positive Reaktionen fand Janskys Rücktritt bei den Oppositionsparteien. Der Stadtrat der Grünen Wien, David Ellensohn, bezeichnete den Rücktritt als “längst überfällig”. VP-Gemeinderat Bernhard Dworak sprach in einer Aussendung von “SPÖ-Selbstbedienungsläden, zu dem ausgegliederte Tochterfirmen (der Gemeinde Wien, Anm.) immer mehr geworden sind.”

Als “Verwandtschafts-Ringelspiel bei der Auftragsvergabe, das sprachlos macht”, hatte FPÖ-Gemeinderat Madejski die Vorgänge bezeichnet und begrüßte den Rücktritt als “großen Erfolg”.

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