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Wiener Wirte arrangieren sich mit Rauchverbot

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Die Wogen sind wohl vorerst geglättet: Trotz Umsatzrückgang sind die Wiener Wirte im Großen und Ganzen mit dem Jänner zufrieden.

Schauen wir mal, wie sich das bei uns festigt”, mahnte Walter Piller, Obmann des “Gastronomie Clubs Wien” und Chef der Fachgruppe Gastronomie in der Wiener Wirtschaftskammer am Dienstagabend zu Geduld.  Zwar habe es im Jänner im Schnitt einen Umsatzrückgang von zehn Prozent gegeben, dieser sei aber nicht ausschließlich auf das Rauchverbot zurückzuführen. Schließlich gebe es viel Schnee in den Bundesländern, und Geschäftsessen würden wegen der Wirtschaftslage gestrichen.

Überhaupt sei man der langen Diskussion schon etwas müde: “Wir meinen, dass das Thema irgendwie ausgelutscht ist.” Klar sei natürlich: “Es ist kein ganz einfaches Gesetz.” Sowohl Gäste als auch Gastronomen würden noch zwei bis drei Monate benötigen, sich daran zu gewöhnen. Dennoch habe es seit 1. Jänner nur 250 Anzeigen gegeben, wovon allein 150 von einer “engagierten Einzelperson” stammten.

“Das Gesetz scheint ein Kompromiss zu sein, der in Europa halten dürfte – wenn wir nicht so dumm sind und das Gesetz durch irgendwelche Löcher aushebeln”, warnte Piller Gastronomen, die sich gegen die jetzige Regelung sperren. Denn dann könne man darauf warten, dass die EU ein generelles Verbot bewirke, was beispielsweise in Irland dazu geführt habe, dass täglich 17 Lokale zusperren mussten.

In Österreich sei dies anders. “Die Raucher haben ihren Platz, die Nichtraucher können damit leben”, resümierte Piller. 2.000 Einraumlokale hätten wegen der Neuregelung um einen Umbau angesucht, was bedeutet, das dort bis zum 1. Juli 2010, dem Tag des offiziellen Inkrafttretens des Tabakgesetzes, weitergeraucht werden darf.

Probleme gebe es bisher eigentlich nur in den großen Shopping-Tempeln: “Wo es überhaupt nicht funktioniert, ist in den Einkaufszentren.” Hier seien die Pächter oftmals nicht die Besitzer der Konzession und würden sich deshalb nicht an das Gesetz halten. Allerdings beträfe dies nur rund 100 der 6.500 Konzessionen in Wien.

Die Umsatzrückgänge um zehn Prozent seien jedenfalls, wenn überhaupt, nur zu einem kleinen Teil auf das Rauchverbot zurückzuführen. Neben Schneelage in den Bundesländern, was viele Touristen aus Wien abziehe, gehöre dazu auch die aktuelle Wirtschaftslage: “Ein paar nervöse Firmen haben die Businessreisen eingestellt.” Grundsätzlich gelte aber für die Krise der Finanzmärkte: “Die trifft uns Gott sei Dank nicht wirklich sehr.” Wichtig sei nun positive Stimmung, damit die Verbraucher nicht aufs Sparen umstellen würden.

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