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Wiener Winterdienst harrt dem Schnee

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Pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn am 1. Dezember hat der Wiener Winterdienst bei milden zehn Grad Plus seine jährliche Leistungsschau abgehalten.

Die vergangene Wintersaison habe 30 Mio. Euro gekostet, berichtete Umweltstadträtin Ulli Sima (S) in der Pressekonferenz. Wie hoch etwaige Einsparungen heuer sein könnten, sollte der Schnee weiter auf sich warten lassen, könne man aber noch nicht beziffern.

Allerdings sind nicht alle über das ungewöhnlich warme Klima glücklich. So erinnerte der Leiter der Magistratsabteilung 48 (MA 48), Josef Thon, heute mit Wehmut an den starken Schneefall vom 1. Dezember 2005. Seine Leute hätten jedenfalls keine Freude damit, dass es nie schneie, da der entsprechende Verdienst ausbleibe: „Natürlich war der Winter ein schönes Geschäft.“

Außerdem sei es auch notwendig, Einsätze zu üben, da die Streu-Fahrzeuge äußert kompliziert seien: „Sie können mit den Streuern hinten fast Bilder zeichnen.“ Im Bedarfsfall rücken in Wien 1.400 Personen und 447 Maschinen aus, um das rund 2.800 Kilometer lange Straßennetz vom Schnee zu befreien.

Ein Problem seien immer noch die „Schotterfriedhöfe“ auf den Gehsteigen, die nicht von der Stadt, sondern den privaten Grundeigentümer zu entfernen seien. „Wir werden das heuer stärker kontrollieren“, kündigte die SPÖ-Politikerin an. Streumuffel müssen demnach im Ernstfall mit einer Pönale rechnen.

Die Stadt selbst bemühe sich weiter darum, die ausgebrachte Splittmenge gering zu halten. Dank der Feuchtsalztechnologie, die den wegen der Feinstaubproblematik in Misskredit geratenen Splitt teils ersetzt, konnte man den Verbrauch senken. Waren es im Winter 1995/96 noch 133.500 Tonnen gewesen, fielen 2005/06 nur mehr 16.500 Tonnen an.

Im Gegenzug stieg die Menge des verbrauchten Salzes auf 16.000 Tonnen – ein Tribut an die zahlreichen Einsätze zur Verhinderung von Glatteisbildung. Heuer hat Wien dabei erstmals den durchschnittlichen Salzbedarf eines Jahres lagernd, um gegen Salzengpässe gewappnet zu sein. Großes Einsparpotenzial bei Salz und Splitt sehe sie nun nicht mehr, unterstrich Sima – es sei denn, der Winter entfalle heuer gänzlich.

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