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Wiener Verfassungsschutz-Chef zurückgetreten

Wechsel an der Spitze der Wiener Verfassungsschützer: Der Chef des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Werner Autericky, geht. Als Ersatzmann für seinen Nachfolger könnte ein bekanntes Gesicht aus der Vergangenheit eine neue Karriere starten: Hofrat Ernst Geiger.

Dass Autericky zu seinem Rücktritt – wie in der Tageszeitung Kurier vermeldet – gedrängt wurde, bestreitet er: “Der Rücktritt war ein freiwilliger Akt von mir”, sagte Autericky.

Fünf Jahre Staatsschutz seien genug, sagte Autericky, der sich derzeit auf Urlaub befindet. Er habe jetzt Gelegenheit, sich neue Ziele zu stecken. Dass sein Abgang etwas mit dem Fall des getöteten tschetschenischen Flüchtlings Umar Israilov zu tun haben könnte, stellt er in Abrede. Vielmehr hätten sich neue Optionen bei der Polizei sowie in der Privatwirtschaft aufgetan. “Ich bin auch in einem Alter, wo ich mir das zutrauen darf.”

“Doktor Werner Autericky hat eine blütenreine Personalakt und das ist einfach der Punkt an der Sache.” Mit diesen Worten kommentiere der Wiener Polizeipräsident, Gerhard Pürstl, Spekulationen, laut denen der Rücktritt des ehemals obersten Wiener Verfassungshüters etwas mit dem Mord an dem tschetschenischen Flüchtling Umar Israilov, dessen Personenschutz-Anfrage oder diesbezüglichen Querelen mit dem Innenministerium zu tun habe soll.

Als interimistischer Leiter des LVT fungiert seit Dienstag Erich Zwettler vom Bundeskriminalamt (BK), der sich für den Job auch bewerben will, wie er zur APA sagte. Der bisherige Leiter der Ermittlungsabteilung im Bundeskriminalamt betonte, dass dies noch kein Präjudiz dafür sei, dass er den Job auch fix bekomme. Er werde sich an der Ausschreibung jedenfalls beteiligen.

Geiger kommt zurück

Die Sensation im Personalkarussell: der vom Gericht vollständig rehabilitierte Hofrat Ernst Geiger könnte künftig Zwettlers Stelle im BK übernehmen – und damit zu einem der einflussreichsten Kriminalisten Österreichs aufsteigt. Ernst Geiger ist seit seiner Rückkehr zur Exekutive im strategischen Bereich der Wiener Polizei tätig. Der Schritt ins Bundeskriminalamt ist ein Schritt zu einem neuen Karrieregipfel für den gestolperten Wiener Top-Cop.

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