Wiener U-Bahn:U2 quert demnächst die Donau

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Wien -  Die U1 und die U6 tun es bereits -  und schon bald wird auch die U2 in den Kreis jener Wiener U-Bahn-Linien aufgenommen, die den Donaustrom überqueren. Der Startschuss dazu fällt am 2. Oktober. An diesem Tag wird die Verlängerung vom Ernst-Happel-Stadion bis zur Aspernstraße eröffnet.
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Die neue Teilstrecke in die Donaustadt ist 5,3 Kilometer lang, sie umfasst sechs neue Stationen: Donaumarina, Donaustadtbrücke, Stadlau, Hardeggasse, Donauspital und Aspernstraße. Die Wiener Linien investierten in den neuen U2-Teilabschnitt insgesamt 490 Mio. Euro. Der Bau der Strecke selbst war, zumindest im Vergleich zu früheren Abschnitten, relativ unkompliziert – denn sie wird zur Gänze oberirdisch geführt.

U2: 12,5 Kilometer und 17 Stationen

Die Verlängerung der U2 erreicht wichtige Siedlungsgebiete in der Donaustadt. In der Station Stadlau besteht zudem ein direkter Anschluss an das S-Bahn-Netz. Die neue Strecke schließt endlich auch das Donauspital bzw. SMZ-Ost an das U-Bahn-Netz an. Das Krankenhaus ist künftig in nur 15 Minuten vom 1. Bezirk aus zu erreichen. Die Haltestelle dort ist übrigens die 100. Station im Wiener Streckennetz.

Insgesamt wird die U2 nach der Verlängerung zur Aspernstraße eine Länge von 12,5 Kilometern und 17 Stationen aufweisen. Das Gesamtnetz der Wiener U-Bahn umfasst ab diesem Zeitpunkt 75 Kilometer und 101 Stationen.

Das Wachstum der Linie U2 ist mit dem Erreichen der Aspernstraße noch nicht abgeschlossen – es laufen bereits die Bauarbeiten für die nächste Ausbaustufe, die bis auf das ehemalige Flugfeld in Aspern führt. Dieses gilt als das größte Stadtentwicklungsgebiet Wiens – und heißt inzwischen offiziell “Seestadt Aspern”. Der betreffende Streckenabschnitt wird weitere 4,5 Kilometer lang sein und vier Stationen beinhalten, wobei eine Station “An den Alten Schanzen” in den ersten Jahren voraussichtlich noch nicht angefahren wird. Eröffnet wird der Aspern-Ast 2013.

Anlässlich der nunmehrigen Freigabe der Verlängerung zur Aspernstraße wird auch das Bussystem adaptiert. Nicht ganz stressfrei für die Autofahrer verliefen die Straßenarbeiten und Oberflächenumgestaltungen entlang der neuen U-Bahn-Strecke. So kam es etwa im Bereich Langobardenstraße und Erzherzog-Karl-Straße zu umfangreichen Staus. Grund dafür war laut Rathaus eine nicht geplante Überschneidung von Baustellen – verursacht durch schlechte Witterung und Straßenschäden, die größer waren als ursprünglich angenommen.

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