Wiener Tierschutzverein: Im Affenhaus herrscht seit Kurzem wieder Hochbetrieb

Einer der Neuzugänge im Affenhaus: Momme
Einer der Neuzugänge im Affenhaus: Momme ©Wiener Tierschutzverein/WTV
Lange Zeit war es im "Affenhaus" des Wiener Tierschutzvereins (WTV) in Vösendorf eher ruhig. Seit kurzem herrscht dort allerdings wieder Hochbetrieb und Rhesusaffe Kasimir, der einzig verbliebene Primat im WTV, bekam kurz vor Weihnachten neue "Mitbewohner".
Pascha, Bubi und Momme
Rosi und Hiasl ziehen aus

Denn am 20. Dezember 2017 sind mit Pascha, Bubi und Momme gleich drei neue Affen eingezogen. Die Tiere kamen über die Kooperation mit der niederländischen Primatenstiftung AAP mit Sitz in Almere in die Obhut des WTV.

Bitte um Aufnahme dreier Primaten im WTV

Zur Erinnerung: Die beiden Ex-WTV-Schimpansen Rosi und Hiasi leben seit 2016 bei AAP und wurden dort – dies war auch der Grund ihrer Übersiedlung – erfolgreich in eine Gruppe Schimpansen integriert und dürften nun für den Rest ihres Lebens mit Artgenossen zusammenleben. Im aktuellen Fall war es nun die Stiftung AAP, welche die Hilfe des WTV suchte. Ein Tierschutzverein aus Nordrhein Westfahlen (Deutschland) wandte sich mit der Bitte um Aufnahme dreier Primaten, darunter zwei Gehaubte Kapuziner und ein Rhesusaffe, an die holländische Primatenstation. Da AAP allerdings aktuell selbst keine Kapazitäten für kleinere Affenarten hat, wandte man sich an den WTV. Denn die WTV-Primatengehege wurden in der Vergangenheit schon von AAP besichtigt und das Team der Niederländer war von diesen sehr angetan.

Neue Affen im Tierschutzverein: Pascha, Bubi und Momme

Nach Klärung sämtlicher rechtlicher und tierärztlicher Fragen, war es Ende Dezember soweit: Momme, Bubi (Kapuziner, 25 und 27 Jahre) und Pascha (Rhesusaffe, 12 Jahre) zogen im WTV ein. Das Trio hatte unterschiedliche, teils tragische Schicksale zu verkraften, ehe es von dem deutschen Tierschutzverein gerettet wurde. Pascha, der zwölf Jahre alte Rhesusaffe, sei mit einem Weibchen aus einem Kellerloch gerettet worden, die Artgenossin starb vor einiger Zeit, berichteten die Tierschützer am Donnerstag. Kapuziner Bubi, 25 Jahre alt, sei wegen schlechter Lebensbedingungen aus Privatbesitz beschlagnahmt worden, auch Momme (27) stamme aus privater Haltung.

Mittlerweile haben sich die Drei im WTV gut eingelebt und tollen in ihren Gehegen herum. Auch das WTV-Pflegepersonal wissen sie bereits zu schätzen, serviert ihnen dieses doch reichlich Obst, Gemüse, Nüsse sowie Mehlwürmer als Eiweißquelle. Gerade letztere sind für die Drei besonders wichtig, fördert Eiweiß doch das Muskelwachstum. Denn Pascha, Momme und Bubi werden durch die gut strukturierten Gehege im WTV mehr gefordert, sich körperlich zu betätigen und bekamen bei ihrer Ankunft daher ein ordentliches „Fitnessprogramm“ verordnet, um rasch Muskeln aufzubauen. Im Moment erkunden die Neulinge noch ihr Innengehege und finden dort viel Beschäftigung für Körper und Geist. Sobald sich ihre Fitness verbessert hat, ist geplant, die Drei auch ihre Außenbereiche erforschen zulassen, möglicherweise schon im März 2018.

 

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