Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wiener Taxis bleiben verqualmt

In Wien, im Burgenland und in Tirol dürfen Fahrgäste in Taxis noch rauchen. In allen anderen Bundesländern ist dies teilweise schon seit Jahren verboten. Eigene Nichtraucher-Taxis gibt es mittlerweile überall.

Die NÖ Taxis sind der jüngste Zugang in der Flotte ohne Qualm. Dort gilt seit gestern, Dienstag, ein Rauchverbot für Fahrgäste wie Lenker. Verstöße können mit Strafen bis zu 7.000 Euro geahndet werden.

In Wien ist nicht vorgesehen, alle Taxis rauchfrei zu machen. “Daran wird momentan nicht gedacht”, betonte Wirtschaftskammer-Fachgruppenobmann Heinrich Frey. In der Bundeshauptstadt entscheide nach wie vor der Unternehmer, ob er ein Raucher- oder ein Nichtrauchertaxi anbiete. Letztere müssten dann für die Kunden deutlich gekennzeichnet werden. Dieses System funktioniere klaglos, weshalb der Vorstoß aus Niederösterreich überraschend gekommen sei, so Frey. Allerdings sei die Frage der Sauberkeit in den Wagen natürlich ein Argument und man wisse nie, wie sich die Diskussion mittelfristig entwickle.

Im Burgenland kein Verbot

Kein Thema ist das Rauchverbot im Burgenland, so Bernhard Dillhof, Geschäftsführer der burgenländischen Taxiinnung. Im Büro von Landeshauptmann Hans Niessl (S) schloss man sich dieser Aussage an. Eine diesbezügliche Änderung der Betriebsordnung habe “keine Aktualität”. Sofern es kein Verbotsschild gibt, dürfen Fahrgäste im Burgenland weiterhin im Taxi qualmen. Dem Chauffeur ist das Rauchen während der Fahrt allerdings untersagt.

In Vorarlbergs Taxis darf hingegen seit Mitte 2007 nicht mehr geraucht werden. Das wurde in der vom Landeshauptmann erlassenen “Verordnung über die gewerbliche nichtlinienmäßige Personenbeförderung mit Kraftfahrzeugen” festgelegt. In Paragraf 5 und 5a wird dazu bestimmt, dass weder die Fahrgäste noch der Fahrer rauchen dürfen. Passagiere, die sich nicht daran halten, können von der Beförderung ausgeschlossen werden. Dem Rauchverbot ging ein entsprechender Antrag der Taxilenker voraus, so die Wirtschaftskammer. Nach Auskunft der Fahrer gibt es tagsüber kaum Probleme mit unbelehrbaren Fahrgästen. Anders sehe es bei den nächtlichen Touren aus. Angeheiterte Nachtschwärmer zeigten oft wenig Verständnis für die Gesetzeslage. “Da wartet man dann einfach, bis die Zigarette aus ist, sonst wird nicht gefahren”, schilderte ein Taxifahrer seine Maßnahme.

Auch Tirol setzt auch rauchfreie Taxis

Das Rauchverbot in Taxis ist auch in Tirol bereits umgesetzt. “Das Verbot gilt seit Jahresanfang sowohl für Fahrer als auch für Fahrgäste”, erklärte Gabriel Klammer, Geschäftsführer der Fachgruppe für Beförderungsgewerbe mit Pkw. “Derzeit sind wir dabei, einheitliche Verbotsschilder an alle Unternehmer auszugeben.”

Auch in Kärnten ist das Rauchen in Taxis verboten. “Mit 1. September 2009 wurde das Gesetz eingeführt, bei Nichteinhaltung wird durch die Polizei exekutiert”, erklärte Gerhard Eschig, Obmann der Sparte Verkehr in der Wirtschaftskammer Kärnten. Vor der Änderung durften die Taxler selber entscheiden, ob in ihren Autos geraucht wird oder nicht. Das Gesetz wurde “mit dem Hintergrund, keine stinkenden Fahrzeuge mehr zu haben”, erlassen, so Eschig.

Verqualmte Taxen sind unzumutbar für Nichtraucher

In der Steiermark ist der blaue Dunst seit Jänner 2007 verbannt: “Gerade in Taxis, die ja auf kurzen Strecken unterwegs sind, ist ein Rauchverbot sinnvoll. Es ist einem Nichtraucher nicht zuzumuten, in ein verqualmtes Fahrzeug zu steigen”, so der Geschäftsführer der Fachgruppe Taxi in der Wirtschaftskammer Steiermark, Peter Lackner. Dieses Transportmittel sei auch Teil des öffentlichen Verkehrs. Am Anfang sei es nicht einfach gewesen, das Verbot durchzusetzen, gab Lackner zu. Es habe einige Lenker geben, die das Verbot partout nicht beachten wollten. Diese habe man dann bei Verstößen zu einem Gespräch zitiert. In ganz wenigen Fällen habe man auch Geldstrafen verhängen müssen. Nun habe man das relativ gut im Griff.

In Salzburg wurde ein generelles Rauchverbot am 20. Oktober 2008 in der Landesbetriebsordnung eingeführt. Auslöser war eine Fahrgastbefragung in Oberösterreich, in der die Teilnehmer sagten, dass ein guter Geruch das wichtigste im Taxi sei. “Wir haben sofort reagiert und ein komplettes Rauchverbot eingeführt”, so Peter Tutschku, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer. Die Kunden hätten durchwegs positiv reagiert. Nur einige wenige Taxler erwiesen sich als unbelehrbar: “Die sagen: ‘In meinem Fahrzeug lasse ich mir nichts verbieten’. Aber natürlich haben auch sie die gewerblichen Auflagen zu erfüllen. Zum Glück gibt es einige Polizisten, die das kontrollieren und auch Strafen einheben”, so Tutschku.

Oberösterreich seit 2003 rauchfrei

Die oberösterreichischen Taxis sind sogar bereits seit sieben Jahren rauchfrei. Es sei gar keine Frage, dass es da und dort immer noch Ausnahmen gebe, erklärte der zuständige Fachgruppengeschäftsführer Robert Riedl. “Aber grosso modo hält man sich daran.” Bei längeren Distanzen könne es vorkommen, dass, falls vom Gast gewünscht, geraucht werden darf. Bei kurzen Fahrten gebe es aber ein Belüftungsproblem, wenn im Taxi gequalmt wird, so Riedl. Es sei jedenfalls 2003 der überwiegende Wunsch gewesen, ein Rauchverbot einzuführen. Mehr als 90 Prozent der Unternehmer hätten sich dafür ausgesprochen.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wiener Taxis bleiben verqualmt
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen