Wiener Start-ups erhalten Finanzspritze

Die österreichische Start-up-Szene ist im Aufwind.
Die österreichische Start-up-Szene ist im Aufwind. ©pixabay.com
Die österreichische Start-up-Szene erhält einen Aufschwung. Besonders Wiener Start-ups erhielten im letzten Halbjahr eine Finanzspritze.

Die Höhe der öffentlich bekannten Start-up-Finanzierungen in Österreich hat sich im ersten Halbjahr 2018 auf 103 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Hauptgrund für den Anstieg war, dass Investoren im Juni 41 Mio. Euro in das Wiener Reise-Start-up Tourradar steckten. Die Zahl der Finanzierungen erhöhte sich hierzulande von 17 auf 28, wie aus dem Start-up-Barometer des Unternehmensberaters EY hervorgeht.

Wiener Start-ups kassieren ab

Die zweithöchste Finanzierungsrunde schaffte im ersten Halbjahr das Kärntner Videostreaming-Start-up Bitmovin mit 25 Mio. Euro, gefolgt vom Wiener Impfstoff-Entwickler Themis Bioscience (10 Mio. Euro), dem Wiener Sportsoftware-Start-up Eversports (5 Mio. Euro) und dem niederösterreichischen “HD Vinyl”-Start-up Rebeat (4 Mio. Euro).

“Die österreichische Start-up-Szene hat sich nach einem starken Jahr 2017 auch im ersten Halbjahr 2018 sehr lebhaft entwickelt”, kommentierte Thomas Gabriel, Leiter Start-up bei EY Österreich, die aktuellen Zahlen. Die Finanzierungen seien “in der Breite besser geworden”. Es habe “quer über alle Branchen Kapitalspritzen für Jungunternehmen” gegeben, dies sei “ein Beweis für die Vielfältigkeit der österreichischen Start-up-Szene”.

Höchste Finanzierung für Online-Gebrauchtwagen-Start-up Auto1

Im Städteranking lag London beim Finanzierungsvolumen vor Berlin und Paris. Wien verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode von Platz 23 auf 17. Europaweit die höchste Finanzierung im ersten Halbjahr erhielt das Berliner Online-Gebrauchtwagen-Start-up Auto1. Der japanische Telekomkonzern Softbank investierte rund 460 Mio. Euro in Auto1. Auf Platz zwei schaffte es das britische FinTech-Start-up Revolut, das umgerechnet 207 Mio. Euro einsammeln konnte, gefolgt vom Berliner Online-Möbelhändler Home24 (172 Mio. Euro) und dem britischen Fintech Atom Bank (169 Mio. Euro).

(APA/red)

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