Wiener Sisi-Museum zeigt Milchzahn und Taufkleid der Kaiserin

Historisch vermutlich irrelevant, aber dennoch außergewöhnlich: Kaiserin Elisabeth wurde mit einem Zahn im Mund geboren. Anlässlich des 170. Geburtstags der Monarchin am 24. Dezember kann man diesen kaiserlich-königlichen "Dens connatus" ab sofort im Wiener Sisi-Museum bewundern.

Außerdem präsentiert das in der Hofburg ansässige Haus erstmals auch das Taufkleid der späteren Thronfolgerin. Zu sehen sind die Objekte bis Ostern 2008.

Die Exponate gehören zu den wenigen erhaltenen Objekten aus der Kindheit der Kaiserin. Sie sind seit knapp zwei Jahren im Besitz der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft, die das Sisi-Museum betreibt. Anfang 2006 sind sie als Teil der Münchner Sammlung Klauda angekauft worden. Zahn und Kleid befanden sich bisher im Depot des Museums, wohin sie nach den Osterfeiertagen 2008 auch wieder verschwinden werden. Die Ausstellungsdauer müsse aus konservatorischen Gründen leider derart kurz gehalten werden, hieß es.

Die gezeigte Taufgarnitur wurde aus heller Seide gefertigt und besteht aus einem Kleid, einer Spitzenhaube sowie einem blütenbestickten Überwurf mit altrosafarbener Schleifenbordüre. Der Milchzahn wird samt Etui aus vergoldetem Messing mit gekröntem Allianzwappen der Herzogin Ludovika in Bayern – Sisis Mutter – präsentiert.

In der Fachsprache der Mediziner wird ein bei Neugeborenen vorhandener Zahn als “Dens connatus” bezeichnet. Säuglingen mit einem Zähnchen wurde laut Kuratorin Olivia Lichtscheidl besonderes Glück vorhergesagt. Als weiterer, bereits bei der Geburt mit Kauwerkzeug ausgestatteter Adelsvertreter gilt der französische Sonnenkönig Ludwig XIV.

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