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Wiener Silvesterpfad: Polizei kündigt Durchsuchungskontrollen an

Aktion scharf der Polizei beim Wiener Silvesterpfad.
Aktion scharf der Polizei beim Wiener Silvesterpfad. ©APA
Die Polizei wird wieder mit einem Großaufgebot unterwegs sein, wenn in Wien beim Silvesterpfad hunderttausende Menschen das neue Jahr feiern.
Polizei zu Silvester in Wien im Großeinsatz

Die Beamtinnen und Beamte werden sowohl uniformiert mit besonderer Ausrüstung und Langwaffe als auch in Zivil im Einsatz sein, gab die Pressestelle am Freitag bekannt. Am Silvesterpfad werden von der Polizei auch Durchsuchungskontrollen durchgeführt.

Zahlreiche Polizei-Einsätze in Österreich zu Silvester

Neben Vorfällen im häuslichen Bereich ereignen sich vor allem in der Öffentlichkeit zahlreiche Einsätze unter anderem wegen der Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen. Darüber hinaus gilt in diesem Jahr aufgrund einer aktuellen Gefährdungseinschätzung des Verfassungsschutzes sowie der nach wie vor erhöhten Terrorwarnstufe weiterhin eine allgemein erhöhte Gefährdung in Österreich. Besonderes Augenmerk gilt deshalb dem Silvesterpfad in der Wiener Innenstadt.

Um das zu bewerkstelligen werden zusätzliche Kräfte aus den Bundesländern Niederösterreich, Salzburg, Kärnten und Burgenland zur Unterstützung herangezogen. Die dort erforderlichen Schutzmaßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Veranstalter. Das am Silvesterpfad eingesetzte Sicherheitspersonal wird Zutrittskontrollen durchführen. Zudem kündigte die Landespolizeidirektion Wien an, auch für die Durchführung von Durchsuchungskontrollen ermächtigt zu sein.

Verstärkte verkehrspolizeiliche Überwachung in Wien zu Silvester

Neben dem sicherheitspolizeilichen Aspekt wird zu Silvester sowie am Neujahrstag auch die verkehrspolizeiliche Überwachung durch die Landesverkehrsabteilung Wien verstärkt durchgeführt. In diesem Zusammenhang empfiehlt die Polizei grundsätzlich auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Die Polizei und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) wiesen erneut darauf hin, dass Pyrotechnik ab der Kategorie 2 - dazu gehören Blitzknallkörper, Schweizerkracher, alle Raketen, Knallfrösche, Sprungräder oder ähnliches - im Ortsgebiet ausdrücklich verboten ist. "Das sind keine Lausbubenstreiche", bemerkte Karner im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien. Die Polizei werde alles unternehmen, "um die Sicherheit jener zu gewährleisten, die friedlich feiern wollen". Man habe in den vergangenen Wochen vor allem an den Grenzübergängen nach Tschechien Kontrollen durchgeführt und 20.000 illegale Pyrogegenstände beschlagnahmt, die ins Land gebracht werden sollten.

Absolutes Böllerverbot in der Nähe von Tankstellen, Kirchen und Krankenhäusern

Absolute Verwendungsverbote für Böller, Knaller & Co gelten in der Nähe von Tankstellen, Kirchen und Krankenhäusern. "In Wien werden der Silvesterpfad und bekannte Hotspots bestreift und gesichert", teilte Bundespolizeidirektor Michael Takacs in diesem Zusammenhang bei einer Pressekonferenz im Innenministerium mit.

Die meisten Unfälle und gefährlichen Vorfälle mit pyrotechnischen Erzeugnissen sind auf Sorglosigkeit, Unachtsamkeit sowie nicht bestimmungsgemäße oder missbräuchliche Verwendung zurückzuführen. Besonders die verbotene und leichtsinnige Handhabung von meist aus dem Ausland besorgter Pyrotechnik ohne erforderlicher Qualitäts- und Zulassungskriterien birgt großes Gefahrenpotenzial. Bei Verstößen gegen Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes drohen dem Verwender auch Verwaltungsstrafen bis zu 3.600 Euro.

Unterdessen bereitet sich die Polizei auch im Westen des Landes auf die Silvesternacht vor. So wartet etwa die Tiroler Exekutive mit einem speziellen Einsatzkonzept auf. Im Fokus dabei vor allem: Der "Bergsilvester" in der Landeshauptstadt Innsbruck, zu dem tausende Besucher erwartet werden. Dazu gehöre eine erhöhte Polizeipräsenz "gerade in Innenstadtbereichen durch ausreichende (zusätzliche) uniformierte und zivile Kräfte", wie es in einer Aussendung hieß. Mehr als 160 zusätzliche Beamten stünden tirolweit im Einsatz. Zudem wurde eine polizeiliche Videoüberwachungszone sowie eine Durchsuchungsanordnung im Rahmen des "Bergsilvesters" erlassen.

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(APA/Red)

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