Wiener Serienräuber führte über Überfälle Buch

Als der Kriminelle am Freitagabend schließlich geschnappt wurde, hatte er die Liste auch noch bei sich - worauf ihm nichts anderes als ein Geständnis übrig blieb.

Alexander P., der zuvor als Einkaufsleiter für Hotels und Gastronomiebetriebe tätig war, befand sich auf Grund seiner Spielsucht im sozialen Sturzflug: Der Job war schließlich ebenso dahin wie Ehefrau und Wohnung. So verfiel der 34-Jährige auf die unglückselige Idee, sich durch Überfälle Bares zu beschaffen, berichtete Dr. Ernst Geiger, Leiter der Kriminaldirekton 1, am Montag.

Erstes Ziel des Neo-Räubers war am 29. November des Vorjahres ein Emma-Laden in Wien-Alsergrund. Danach blieb er bei der selben Vorgangsweise: Zunächst legte er der Kassierin eine Kleinigkeit auf das Förderband und zog danach ein Messer.

Elf Mal war die Methode mehr oder weniger erfolgreich, als das Dutzend voll war, wurde er bei einem Überfall in der Innenstadt von zwei mutigen Passanten geschnappt. Mit seinen Aufzeichnungen verriet er mehr Talent zum Buchhalter als zum hartgesottenen Kriminellen – schließlich blieb ihm bei den Einvernahmen nicht mehr viel anderes übrig, als zu gestehen.

Redaktion: Michael Grim

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