Wiener Schuldnerberatung kritisiert leichtfertige Kreditvergabe

Die Wiener Schuldnerberatung warnt vor leichtfertiger Kreditvergabe von Banken an bonitätsschwache Kunden. Oftmals sei unklar, wie die Bonität von Klienten durch die Bank wirklich geprüft werde.

Das kritisierte Alexander Maly von der Schuldnerberatung im “Ö1-Morgenjournal”. So würden auch an Schuldner mit schlechter Ausbildung und unsicherem Arbeitsplatz Kredite vergeben, obwohl das Risiko hier ungleich höher liege.

Eingefädelt würden solche Kredite oft von freiberuflichen Vermittlern, die Verantwortung für die Vergabe trage aber immer die Bank. “Ein Teil der Provision, die sich der Vermittler einbehalten darf, scheint manchmal zu Einzelpersonen zurückzufließen, in die Bank”, so Maly. Auch erschienen manche Verluste für die Bank aus steuerlichen Gründen nicht allzu ungelegen zu kommen.

Dabei könne eine strengere Bonitätsprüfung manchen Privatkonkurs verhindern, weshalb das Risiko durch schlecht besicherte Kredite für die Banken größer werden müsse, so der Schuldnerberater. Deshalb solle der Privatkonkurs für Zahlungsunfähige vom Gesetzgeber erleichtert werden.

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