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Wiener Schanigärten öffnen ihre Pforten

Passend zum strahlenden Sonnenschein hat am Donnerstag Wiens Stadtprominenz offiziell die Schanigartensaison eröffnet.

Treffpunkt des traditionellen gemeinsamen Aufstellens von Tisch und Sessel durch Bürgermeister Michael Häupl (S) und Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank war heuer das Billardlokal Köö. “Der Schanigarten ist ein Ort der Kommunikation”, freute sich Häupl über den Saisonstart. Deshalb bräuchten die Wiener weniger Psychiater.

“Neben der therapeutischen Funktion sind die Schanigärten auch ein wirtschaftlicher Faktor”, mahnte zugleich Jank. Sie wünsche den Gastronomen deshalb andere Gäste, als sie selbst in ihrer Jugendzeit gewesen sei: Damals habe sie mit Freunden stundenlang bei lediglich einem Kaffee gesessen.

Seinen Abschied als Fachgruppenobmann der Kaffeehäuser beging Günter Ferstl, da sein sozialdemokratischer Wirtschaftsverband bei der vergangenen Kammerwahl den Posten an den ÖVP-Wirtschaftsbund verloren hatte. Er plädierte dafür, die bestehende Regelung zum Nichtraucherschutz unverändert beizubehalten, respektive die Übergangsfrist für die verpflichtende räumliche Trennung zu verlängern: “Wir haben in Österreich eine Lösung geschaffen, die ist nicht das Gelbe vom Ei, aber es ist ein Kompromiss, der den Betrieben erlaubt, zu überleben.” Die Großen seien oftmals für rigorose Rauchergesetze, da die Kleinen im Fall der Fälle eingingen. “Ich möchte aber nicht bei den 20 Prozent sein, die ‘selbstbereinigt’ werden”, machte Ferstl klar.

Limonadenzelt erster Schanigarten

Insgesamt werden in der Bundeshauptstadt zwischen 1. März und 15. November rund 1.800 Schanigärten aufgestellt, die sich im Gegensatz zum Gastgarten auf öffentlichem Grund befinden. Deshalb muss für die genehmigungspflichtigen Anlagen eine Nutzungsgebühr entrichtet werden, die sich nach der konkreten Lage richtet.

Ein 1754 von Johann Jakob Taroni auf dem Graben aufgestelltes Limonadenzelt gilt als der erste Wiener Schanigarten überhaupt. Wovon sich der Name “Schanigarten” ableitet ist allerdings umstritten. Einerseits wird er auf die Aufforderung an den Piccolokellner, “Schani, trag den Garten raus”, zurückgeführt. Wahrscheinlicher ist jedoch die Erklärung, dass sich dieser auf Taronis Vorname (Jean, Schani) bezieht.

 

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