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Wiener Rotenturmstraße soll Begegnungszone werden: Ärger über Pläne

Der ARBÖ kritisiert die Pläne von Maria Vassilakou.
Der ARBÖ kritisiert die Pläne von Maria Vassilakou. ©APA
Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou plant die Rotenturmstraße in eine Begegnungszone umzuwandeln. Dieses Vorhaben wird nun vom ARBÖ als "versteckte Fußgängerzone" kritisiert. Auch die Wiener FPÖ hält nichts von den Plänen.

Wie in der ORF-Sendung “Wien heute” berichtet, will die Wiener Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou die Rotenturmstraße zur Begegnungszone umgestalten lassen. Der ARBÖ befürchtet, dass dadurch eine der wenigen Ausfallstraßen aus der City für den Individualverkehr de facto gekappt wird.

ARBÖ-Kritik: Begegnungszone in Rotenturmstraße wäre “versteckte Fußgängerzone”

“Eine Begegnungszone in der Rotenturmstraße wäre eine versteckte Fußgängerzone zwischen Stephansplatz und Schwedenplatz, weil diese Verkehrsfläche aufgrund der täglichen 60.000 Touristen und City-Besucher nicht sicher zu befahren wäre. Es gibt keine Notwendigkeit, am Verkehrssystem in der Rotenturmstraße etwas zu verändern”, ärgert sich Günther Schweizer, ARBÖ Wien-Landesgeschäftsführer, in einer Aussendung über die Pläne der Vizebürgermeisterin.

Zusätzlich wären sämtliche angrenzenden Straßenzüge für den Individualverkehr nur schwer zu erreichen, beziehungsweise würden viele Gassen in der City als Sackgasse enden. “Wir sehen da auch extreme Nachteile für die Wirtschaftstreibenden und Geschäftsleute in der City, sollte diese Plan umgesetzt werden. Auch deshalb, weil durch die Begegnungszone Parkplätze in der Rotenturmstraße wegfallen würden. Und dies träfe auch die Anrainer im Grätzel”, so Schweizer abschließend.

Begegnungszone für ÖAMTC “durchaus vorstellbar”

Für den Mobilitätsclub ÖAMTC könnte eine Begegnungszone das Problem der zum Teil sehr schmalen Gehsteige bei hoher Fußgängerfrequenz lösen. “Pro Tag wird die Rotenturmstraße von ca. 60.000 Fußgängern und rund 3.000 Fahrzeugen frequentiert, der Gehsteig ist an seiner Kapazitätsgrenze angelangt”, erklärt der Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, Bernhard Wiesinger. Aus Sicht des ÖAMTC könnte eine Begegnungszone bei richtiger Planung die Situation für alle Verkehrsteilnehmer entspannen.

“Natürlich soll und wird eine mögliche Begegnungszone in erster Linie den Fußgängern das Leben erleichtern. Darüber hinaus ist jedoch darauf zu achten, dass die Zahl an Stellplätzen in dem Gebiet möglichst konstant bleibt und – etwa durch spezielle bauliche oder gestalterische Maßnahmen – ein Befahren mit möglichst geringen Behinderungen möglich bleibt. Immerhin handelt es sich bei der Rotenturmstraße um eine der wenigen Ausfallsrouten aus der Innenstadt”, so Wiesinger.

Wiener FPÖ: “Konzept nicht sinnvoll”

Auch die Wiener FPÖ hält nichts von den Plänen: “Dieses Konzept ist weder durchdacht noch in irgendeiner Art und Weise sinnvoll – die Idee, jetzt die Rotenturmstraße stillzulegen ist lediglich ein weiterer Versuch, Autofahrer willkürlich zu sekkieren”, meinte Verkehrssprecher Toni Mahdalik in einer Aussendung.

Auch Kritik von ÖVP und NEOS

Kritik kam auch aus der Inneren Stadt. Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) kritisierte die Ausschreibung als “ideologischen Alleingang von Vassilakou”. Dass im Vorfeld der Ausschreibung weder die zuständigen Gremien des Bezirkes noch die direkt betroffenen Bewohner eingebunden worden seien, sei “eine Fortsetzung des ignoranten Umganges mit Bürgern”. Auch Liz Tanzer, NEOS-Vorsitzende in der Inneren Stadt, bemängelte, dass Anrainer und Geschäftsleute vor vollendete Tatsachen gestellt würden.

Die Wiener ÖVP ist zwar nicht per se gegen eine Begegnungszone, der nicht amtsführende Stadtrat Markus Wölbitsch kritisierte in einer Aussendung allerdings die “Drüberfahrpolitik der Stadträtin” und forderte die Einbindung des Bezirks und der Bevölkerung.

Situation soll für Fußgänger verbessert werden

Im Büro von Vassilakou verteidigte man die Ausschreibung: Die aktuelle Situation in der Rotenturmstraße sei “höchst unausgeglichen”. Oberstes Ziel sei es, die Situation für die Fußgänger zu verbessern.

Im ersten Schritt würden nun Interessenten für die Oberflächengestaltung der Rotenturmstraße gesucht, Mitte August würden diese im zweiten Schritt um Ideen gebeten. Diese würden dann von einer Jury bewertet, in der die Bezirksvorstehung Innere Stadt eine gewichtige Stimme besitzen werde, wurde versichert.

(Red)

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