Wiener Reichsbrücke stürzte am 1.08.1976 in die Donau

Ein seinerzeit schier undenkbares Unglück geschah am 1. August 1976 in Wien: Die Reichsbrücke über die Donau brach in sich zusammen und forderte einen Toten.

Zwischen 4.30 und 4.40 Uhr stürzte das Bauwerk in die Fluten und riss dabei einen Pkw und einen Bus mit sich in die Tiefe. Der junge Autofahrer starb, wohingegen der Buslenker unverletzt geborgen werden konnte.

Lediglich dem Umstand, dass an einem Sonntag so früh nur wenige Menschen unterwegs waren, ist es zu verdanken, dass bei dem Zusammenbruch nicht mehr Tote zu beklagen waren. Der Busfahrer überstand den Vorfall unverletzt, weil sein Gelenkbus zwar wie der Pkw in die Donau stürzte, jedoch nicht versank, sondern auf der Brückruine stehen blieb. Die Erschütterungen waren so stark, dass sie auf der Erdbebenstation der Hohen Warte registriert wurden.

Die Untersuchungen einer Expertenkommission ergaben schließlich, dass der linke Pfeiler der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sanierten Brücke zum Teil mit Sand und „unverdichtetem Beton“ gefüllt gewesen war. Durch das schlechte Material sei Wasser eingedrungen, was schließlich zu dem Einsturz führte.

Den Beschluss zum Neubau der Reichsbrücke hatte der Ministerrat bereits zwei Tage nach dem Einsturz, am 3. August gefasst. Im November 1980 wurde die neue Reichsbrücke offiziell wieder eröffnet. Heute wird die 2003 bis 2005 generalsanierte Reichsbrücke täglich von rund 50.000 Fahrzeugen, der U-Bahn-Linie U1 sowie von Fußgängern und Radfahrern überquert.

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