Wiener Pendler mit Öffis unterwegs

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Wenn die Wiener in die Arbeit pendeln, verwenden sie zu 53 Prozent nicht das Auto, sondern ein öffentliches Verkehrsmittel.

Das geht aus einer Auswertung von Daten der Statistik Austria hervor, die der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) durchgeführt hat. Um noch stärker für umweltfreundliche Arbeits- und Einkaufswege zu sorgen, hat der VCÖ auch heuer wieder seinen Mobilitätspreis ausgeschrieben.

Österreichweit liegt der Anteil der Autopendler bei 75 Prozent, hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz. In Wien definiert der VCÖ jene als Pendler, die in die Arbeit in ein anderes Bundesland oder auch nur in einen anderen Gemeindebezirk fahren müssen. Die VCÖ-Zahlen betreffen also jene Arbeitnehmer nicht, die im selben Bezirk wohnen und arbeiten.

Gemäß dieser Definition gelten 536.000 Wiener als Pender. Rund 86.200 davon arbeiten in einem anderen Bundesland. Diese Zahl habe sich von 1991 bis 2006 verdoppelt, erklärte Bettina Urbanek vom VCÖ. Vor 15 Jahren wurden in Wien 497.000 Pendler registriert, wovon rund 43.000 die Stadtgrenze überschritten.

In den vergangenen 15 Jahren hat sich auch die Zahl der Fahrrad-Pendler innerhalb Wiens von 4.650 auf 10.250 erhöht. Insgesamt pendelten allerdings nur 1,9 Prozent der Wiener per Drahtesel zur Arbeit. Auf Pkw entfielen 41,8 Prozent, auf Pkw-Mitfahrer 2,1 Prozent, auf Moped oder Motorrad 1,1 Prozent und auf Fußgänger 0,1 Prozent. Den Löwenanteil machten mit 53 Prozent die öffentlichen Verkehrsmittel aus. Bei den Pendlern nach Wien lag der Öffi-Anteil bei 50,8 Prozent, Pkw-Fahrer machten 45,3 Prozent aus.

Der VCÖ-Mobilitätspreis steht heuer unter dem Motto „stadt.land.mobil“. Es geht um Projekte aus dem Bereich der Raumordnung, durch die man die Verkehrsbelastung senken will. Beteiligen können sich Bezirke, Betriebe und Organisationen, zusätzlich gibt es einen Ideenwettbewerb für Privatpersonen. Preisgeld gibt es keines, dafür aber eine Statue und den ideellen Gewinn für den Sieger, so der VCÖ.

Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) äußerte seine Unterstützung. Ziel der Stadt sei es, ein Sechstel der Pendler aus dem Wiener Umland zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen. Auch die ÖBB-Postbus GmbH fördert den Preis, so deren Regionalmanagerin Petra Höfinger.

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